ONLINE-KURSE DANK HANDY-SPENDEN

Ein Bericht von Amalia Tornini, Vorstandsmitglied „Casa de María”, El Peñon, Chile

Diejenigen, die dachten, dass diese schreckliche Pandemie bald ihren Gipfel erreichen würde und die Ansteckungen zurückgingen, irrten sich. Immer noch gibt es strenge Ausgangsbeschränkungen für die meisten Ballungsräume unserer Stadt Santiago und weitere Bezirke im Rest des Landes. Für die Familien ist es sehr gravierend, nicht zu wissen, wie lange die Krise noch dauern wird. Fünf Monate sind vergangen, und wir stehen immer noch unter Quarantäne.

Die Aktivitäten unseres Sozialprojekts im „Casa de María” wurden jedoch nicht eingestellt. Schwester Marisol lässt sich nicht aufhalten, um die Menschen in „El Peñon” weiter zu unterstützen. Dabei kann sie auf ihr gesamtes treues Freiwilligenteam zählen, das ihr jederzeit zur Seite steht.

Probleme bei den Online-Workhops

Anfangs konnten wir erfolgreich mit unserem Online-Workshop beginnen. Am Bildschirm erschienen unsere Kinder: unter anderem Matías, Vicente, Benjamín, Gonzalo, Pía, Sofía, Ignacia. Aber manchmal konnten wir sie nicht hören, oder ihre Online-Verbindung wurde ständig unterbrochen, weil der Internetanschluss zu schwach war oder die PCs sich in schlechtem Zustand befanden. In manchen Haushalten fehlte die technische Ausstattung, oder sie verfügten über gar keine Anbindung.

Smartphone- und Computerspenden helfen weiter

Dank der Großzügigkeit einiger Leute hatten wir die Chance, einige Computer und Smartphones zu beschaffen, damit unsere Kinder und Mütter mit diesen wertvollen Geräten arbeiten konnten, denn während der Quarantäne ist die Online-Verbindung die einzige Möglichkeit, um zu kommunizieren. So war es z. B. für Fernando und Pía eine schöne und große Überraschung, ihre neuen PCs zu erhalten. Ihre fröhlichen Gesichter zeigten es.

Was für eine Freude war für Matías, Consuelo und Angel, als sie ihre Smartphones bekamen! Ab jetzt können sie ohne Unterbrechung an ihren Online-Workshops teilnehmen.

Online lernen und gleichzeitig Gemeinschaft erleben

Casa de Maria, El Peñon

Da einige Mütter vom „Frauen-Workshop Stricken” ohne Verbindung waren, fühlten sie sich isoliert. Ester und Carmencita waren diesmal die Auserwählten, die ein Smartphone erhielten. Sie konnten sich sofort in den Online-Workshops integrieren. Unter der Leitung von Macarena sind die 18 Teilnehmerinnen seit zwei Wochen in der Lage, sich durch „Zoom” miteinander in Verbindung zu setzen; nicht nur, um etwas Neues beim Stricken zu lernen, sondern auch, um sich begleitet zu fühlen. Die Online-Verbindung, ist eine gute Möglichkeit, sich zu sehen und in einem vertrauten Kreis zusammen zu sein. Sie können sich gegenseitig aufheitern, aber auch Ängste, Unsicherheit, Stress und Sorgen teilen, um diese lange Isolierung gemeinsam aushalten zu können.

Jetzt können wir mit der vollen Anwesenheit der Kinder und Frauen an unseren Online-Workshops rechnen!

Monatliche Lebensmittelspenden                        

Die wirtschaftliche Krise und damit auch die Arbeitslosigkeit sind chaotisch geworden, deshalb entschloss sich Schwester Marisol, ab März jeden Monat Kisten mit Lebensmitteln an alle Mitglieder unseres Sozialprogramms zu liefern. Die Familien sollen keinen Hunger leiden: Sie bekommen Milch, Joghurt, Reis, Öl, Würstchen, Nudeln, Zucker usw., alles was sie zum Kochen brauchen. Schwester Marisol und unsere „Chabelita”, die immer dabei ist, um Schwester Marisol zu helfen, sind schon bereit, weitere Lebensmittel zu kaufen, um sie an die Teilnehmer der Workshops zu verteilen. Viele Familien bekommen außerdem Gasbehälter zum Kochen.

Hochgradiger Einsatz des Freiwilligenteams

Unsere Krankenschwester, die Psychologin und Psychiaterin sind immer noch online bereit und reagieren auf Anfragen der Betroffenen. Sie liefern auch jeden Monat bzw. wenn es notwendig ist, die notwendigen Arzneimittel.

Unserem Freiwilligenteam bereitet es eine riesige Freude, dass die Workshops für Kinder und Erwachsene weiter erfolgreich in Betrieb sind, da sie ihr Bestes gegeben haben und in Rekordzeit diese Herausforderung voller Kreativität gemeistert haben.

COVID-19 hat uns alle in Aufruhr versetzt. „Casa de María” ist ein Licht der Hoffnung und eine helfende Hand, die den Schmerz vieler Menschen lindert.


Kennwort: El Peñón, Chile

Missionszentrale der Schönstätter Marienschwestern
Berg Schönstatt 6
56179 Vallendar
Tel.: (0261) 64 04-311
E-Mail: missionszentrale@s-ms.org

Bankverbindung: LIGA Bank eG
IBAN: DE10 7509 0300 0000 058920
BIC: GENODEF1M05