29.10.2026

Maria, Licht unserer Hoffnung – gefeiert in Rumänien

Sr. M. Thereslitha Wehrle
Deutschland

Hundertjähriges Jubiläum 

der Schönstätter Marienschwestern

Auch in Rumänien leben Marienschwestern, die zusammen mit der Schönstattfamilie und vielen Freunden ihr 100-Jahr-Jubiläum gefeiert haben. Sieben Schwestern wohnen in der Stadt Timișoara und wirken von dort aus in der Jugend- und Familienpastoral der Diözese sowie im katholischen Lyceum Gerhardinum. Im ganzen Land Rumänien ist Schönstatt bekannt vor allem durch das Projekt Pilgerheiligtum, das von den Schwestern unterstützt wird.

Für Samstag, den 17. Oktober 2026, sind die Schönstattfamilie und viele Freunde und Bekannte zum beliebten Wallfahrtsort Mária Radna eingeladen, um Gott für den Segen der vergangenen 100 Jahre zu danken und die Sendung für die Zukunft neu anzunehmen. Zu unserer großen Freude folgen etwa 400 Personen der Einladung und reisen zum Teil von weither mit Bussen und PKW an, so z.B. aus Sathmar im Norden und Reschitza im Süden. Auch der Bischof der Diözese Timișoara, József Csaba Pál, und der griechisch-katholische Bischof von Lugoj, Ioan Călin Bot, sowie zahlreiche Priester feiern mit uns.

Zu den Anwesenden gehören Schwester M. Aenn Fischer, die von 1996 bis 2012 für Schönstatt in Rumänien wirkte, vorwiegend in der Mädchenjugend, sowie Schwester M. Thereslitha Wehrle, Mitglied der Provinzleitung, zu der Süddeutschland, Österreich, Rumänien, Ungarn und Rumänien gehören.

Das Programm wird den ganzen Tag über in den drei Sprachen Rumänisch, Ungarisch und Deutsch gestaltet und beginnt um 10 Uhr mit der Begrüßung durch Schwester Beáta Mária Horváth und Schwester M. Thereslitha Wehrle. Sie nehmen alle Festgäste hinein in einen kurzen Blick in die Geschichte und Sendung der Marienschwestern.

Das Motto des Jubiläumsjahres: ‚Maria, Licht unserer Hoffnung‘

fasst die Erfahrungen von Höhen und Tiefen der vergangenen 100 Jahre zusammen und drückt den Dank an Gott und das Vertrauen in das Liebesbündnis mit der Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt aus, mit dem wir unsere Aufgabe für die Zukunft neu übernehmen.

Die Begrüßung geht über in die Präsentation des Films „Von innen her“ – in rumänischer Sprache – über die Geschichte, das Ideal der Schwestern, „Maria heute“ zu sein in ihrem religiösen und praktischen Leben und in ihren Aufgaben und Projekten weltweit.

Der Höhepunkt des Tages ist die Jubiläums-Dankesmesse,

der Diözesanbischof József Csaba Pál vorsteht mit Ioan Călin Bot, dem griechisch-katholischem Bischof von Lugoj, und in Konzelebration mit den anwesenden Priestern. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Männerchor „Ad Patrem“ sowie die Familie Zöld und das junge Duo Zsanett Szántó und Dóra Tankó.

In seiner ausführlichen Predigt gibt Pfarrer János Kapor, Mitgründer Schönstatts in Rumänien, allen Anwesenden eine Einführung in die Lebensquelle, aus der Schönstatt und die Schwestern gewachsen sind und leben: das Schönstätter Liebesbündnis. Er erinnert daran, dass Pater Josef Kentenich betont, dass Gedenktage zu Erneuerungstagen werden sollen.

Während der anschließenden Mittagspause, in der für alle ein gutes Mittagessen mit Kaffee und Kuchen bereitsteht, gibt es zahlreiche schöne Begegnungen. In einem Flur des ehemaligen Klosters besuchen viele die eigens für heute erstellte Ausstellung über Schwester M. Emilie Engel, deren Seligsprechungsprozess in Rom läuft.

Während sich am Vormittag das Programm allgemein um das 100-Jahr-Jubiläum der Schwestern drehte, steht der Nachmittag unter dem Thema:

Schönstatt in Rumänien

Unter der Moderation von Ehepaar Péter und Melinda Baum aus Arad führen Zeugnisse von Pfarrer Kapor, Sr. M. Aenn und weiteren Schönstättern ein in den Beginn und die Entwicklung der Schönstattbewegung in Rumänien. Vielen ist noch Schwester M. Aquila in lebendiger Erinnerung, die nach der politischen Wende ab 1990 eine intensive apostolische Tätigkeit in Ungarn und Rumänien begann. Sie knüpfte zahlreiche Kontakte in den beiden Ländern, unterstützte die Gründung einer Schönstatt-Priestergruppe, organisierte Pilgerfahrten zum Schönstattzentrum Kahlenberg in Wien und hielt regelmäßige Mädchentreffen in verschiedenen Diözesen Ungarns und Rumäniens ab.

Schwester M. Aenn setzte diese Aufgabe, die mit manchen Abenteuern verbunden war, fort.

Fr. Oláh Nóra erzählt von dem für ihr ganzes Leben wertvollen Jahr, das sie mit anderen jungen Frauen bei den Schwestern am Kahlenberg erleben durfte. Im Laufe der folgenden Jahre entdeckten sieben junge Frauen aus Rumänien ihre Berufung in die Gemeinschaft der Marienschwestern. Bei dieser Gelegenheit wird erwähnt, dass Schwester Erika Maria Bukovics heute in Mária Radna nicht anwesend sein kann, da sie am Internationalen Kongress der Marienschwestern in Schönstatt teilnimmt.

Eine besondere Botschaft zum Jubiläum kommt von jungen Frauen, die in Treffen und Camps mit den Schwestern Schönstatt kennen gelernt haben. In einer Videoaufnahme danken sie den Schwestern für ihre Geduld, Freundlichkeit, Offenheit und alles, was sie von ihnen gelernt haben. Ihre Wünsche für die Zukunft: „Bleibt so lächelnd, freundlich, und möge Maria euch weiterhin auf eurem Weg begleiten!“; „Ich wünsche Euch viel Kraft, Ausdauer und Gottes Segen, damit ihr euren Dienst fortsetzen könnt!“; „Seid weiterhin fröhliche Arbeiterinnen im Weinberg des Herrn!“

Diese aufrichtigen Worte, gesprochen von Vertretern der jungen Generation, drücken vielleicht mehr als alles andere die Hoffnung aus, dass die vor hundert Jahren begonnene Mission auch in Zukunft Früchte tragen wird.

Dafür ersehnen die Schwestern mit der rumänischen Schönstattfamilie ein eigenes Schönstattheiligtum als Licht der Hoffnung.

Die Jubiläumsfeier schließt mit einer Andacht, in der wir das Liebesbündnis erneuern und uns neu für die Sendung zur Verfügung stellen. Am Schluss werden alle Festgäste mit dem sakramentalen Segen ausgesandt.

Alle Fotos, außer 1x Wehrle, sind aus: Pressestelle der Diözese Timișoara https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1668181688684899&type=3&locale=ro_RO