17.10.2026

Die „Reisetante“ von Lauda –

Sr. M. Dorina Dungel
Deutschland

–  und acht Marienschwestern aus einer Pfarrei

Die Jubiläums-Aktion „100 Orte für 100 Jahre“ geht auch nach dem Jubiläum noch weiter! Am 8. Oktober 2026 fand sie in Lauda, Erzbistum Freiburg, statt.

Aus dem Stadtbild von Lauda nicht wegzudenken

Ca. 70 Jahre lang waren die Schönstätter Marienschwestern in Lauda aktiv und aus dem Stadtbild nicht wegzudenken. Nach dem notwendigen Rückzug der Gemeinschaft von diesem schönen Einsatzort blieb eine feste Beziehung bestehen, vor allem durch die Schwestern, die selbst aus diesem Ort stammen und in ihrem jährlichen Urlaub in Lauda präsent sind. Das gab auch den Anstoß zur Durchführung der Jubiläums-Aktion, wie eine der aus Lauda kommenden Marienschwestern berichtet: „Immer wieder kamen wir in meinen Heimatferien auf den Einsatz der Schwestern zu sprechen und tauschten Erlebnisse aus, so dass es naheliegend war, an meinem Heimatort diese Veranstaltung durchzuführen.“

Vier Schwestern brachen daraufhin am 8. Oktober 2026 nach Lauda auf: Sr. M. Dorina und Sr. M. Julitta Dungel, die dort aufgewachsen sind, Sr. M. Elena Karle, die im Schönstatt-Zentrum in Waldstetten als Wallfahrtsschwester tätig war und Sr. Annemarai Eberhard, die 16 Jahre in Lauda als Gemeindereferentin gearbeitet hatte.

Vielfältige Einsatzgebiete und acht Schwesternberufungen

Im Pfarrsaal, der ehemaligen alten Pfarrscheune, wurde schon eifrig vorbereitet, dekoriert und das Buffet für den Abend gerichtet. Das hat sich gelohnt, denn fast 40 Personen aus der Pfarrgemeinde und dem Umfeld fanden sich abends ein, um den Schwestern zu begegnen und mit ihnen ihr 100-Jahr-Jubiläum zu feiern. So viele freudige Begrüßungen gab es!

Die Schwestern ließen es sich nicht nehmen, zu Beginn eines eigens vorbereiteten kleinen Programms live und sogar mehrstimmig das klangvolle Jubiläumslied ihrer Gemeinschaft zu singen: „Ave Maria, Immakulata, du Königin unserer Familie …“

Ein Power-Point-Rückblick auf die Tätigkeit der Schönstätter Marienschwestern in Lauda fand eine interessierte Zuhörerschaft. 1949 begann bereits die gemeinsame Geschichte – damals durch Tätigkeiten in der Gemeindepastoral, im Pfarrbüro und in der Hauskrankenpflege. Später kam die fahrbare Mütterkochschule dazu und der Kindergarten St. Marien, der von den Schwestern aufgebaut wurde. Auch die Gründung und der Aufbau der Sozialstation und des Altenwerkes wurde von den Marienschwestern mitgetragen.

Alle in Lauda eingesetzten Schwestern halfen neben ihrer regulären Tätigkeit auch beim Aufbau der Schönstattbewegung in Lauda und Umgebung mit. So entstanden Schönstatt-Jugend-, Mütter- und Familiengruppen, Schönstatt-Männergruppen und ein großer Wallfahrtskreis, der jedes Jahr eine Schönstatt-Wallfahrt durchführte. Aus der Gemeinde kamen dann auch im Lauf der Jahre acht Schönstätter Marienschwestern.

Schwester M. Verita – die „Reisetante“ von Lauda

Die gezeigten Bilder weckten viele freudige Echos, wenn Marienschwestern wiedererkannt wurden, die jemand im Kindergarten erlebt hatte, bei denen man in der Mädchengruppe war oder die die Vorbereitung zur Erstkommunion durchgeführt hatten.

Eine Frau freute sich: „Da ist ja unser Sohn auf dem Gruppenbild im Kindergarten vor der Einschulung.“ Oder eine andere: „Ich erinnere mich noch so gut an die Ferienfahrt mit Sr. M. Verita Maier nach Südtirol. Es gab immer viele Ausflüge, sogar nach Venedig, und immer hatten wir so viel Spaß und gemeinsame Erlebnisse.“

Da Sr. M. Verita neben den Ferienfahrten auch alle Gemeindewallfahrten organisiert und begleitet hatte, erhielt sie den Titel „Reisetante“, weil sie so viel mit der Gemeinde oder der Schönstattfamilie und der Jugend unterwegs war.

Eine rundum gelungene Begegnung

Nach dem anschließenden geselligen Beisammensein und Austauschen über die gemeinsamen Erlebnisse mit Stärkung am reichhaltigen Buffet, rundete ein Film zum 100-Jahr-Jubiläum der Marienschwestern das inhaltliche Programm des Treffens ab.

Ein Teilnehmer kommentierte anschließend: „Jetzt habe ich so viel Neues erfahren und dazugelernt, auch über die internationale Tätigkeit der Schönstätter Marienschwestern, wo ich doch gemeint hatte, dass ich sie schon so gut kenne.“

Eine gemeinsame Dankandacht zum Magnifikat der Gottesmutter war der gelungene Schlusspunkt dieses Abends, der in so froher Atmosphäre stattgefunden hatte.

Große Dankbarkeit und Freude war auf beiden Seiten zu spüren, als man sich voneinander verabschiedete.

 

Die nächsten Termine von „100 Orte für 100 Jahre“:

18.10.2026 Hardheim (Erzbistum Freiburg)
18.10.2026 Waldstetten (Erzbistum Freiburg)
18.10.2026 Tann-Rüti (Bistum Chur / Schweiz)
14.11.2026 Gymnich (Erzbistum Köln)

Kontaktadresse: hundert.orte@s-ms.org