25 Jahre Kroatische Schönstattfamilie
– ein dankbarer Blick zurück
und hoffnungsvoll nach vorn
Am 22. August 2026 blickte die Kroatische Schönstattfamilie am und im Heiligtum der Königin der Herzen in Mala Subotica dankbar auf 25 Jahre ihrer Geschichte zurück. Ein Jubiläum, das weit mehr war als die Erinnerung an eine vergangene Zeit. Es wurde zu einem Fest der Dankbarkeit für das, was gewachsen ist, und zu einem neuen Aufbruch in die Zukunft.
Dass der 22. August – das Fest Maria Königin – zum Gründungstag der Kroatischen Schönstattfamilie wurde, erscheint im Rückblick wie ein liebevolles Zeichen der göttlichen Vorsehung.
Alles beginnt am Ursprungsort
Damals, am 22. August 2001, kamen rund 85 Pilger aus Kroatien nach Schönstatt. Im Heiligtum der Familien schlossen sie das Liebesbündnis mit der Dreimal Wunderbaren Mutter und begründeten damit offiziell die Kroatische Schönstattfamilie.
Vom Liebesbündnis zum Heiligtum
Am 22. August 2009, wiederum am Fest Maria Königin, wurde in Mala Subotica dann das erste kroatische Schönstatt-Filialheiligtum eingeweiht.
Was 2001 als Hoffnung im Herzen getragen worden war, hatte nun einen sichtbaren Ort bekommen.
Das Gelände rund um das Heiligtum ist in Form eines Herzens gestaltet. So wurde die äußere Gestalt zu einem tiefen Symbol für seine Sendung:
Die Königin der Herzen möchte nicht nur in einem Heiligtum aus Stein wohnen. Sie möchte in den Herzen der Menschen Wohnung nehmen.
25 Jahre später
Am 22. August 2026 versammelten sich rund 1.500 Schönstätter aus ganz Kroatien und aus Bosnien und Herzegowina in Mala Subotica. Sie fühlten sich sehr geehrt, dass dieses Mal die Verbindung mit dem Ursprungsort gleich durch drei Schönstätter Marienschwestern gesichert war. Nicht nur durch Schw. Mariana Hermann und Schw. M. Ramona Schneider, die in Kroatien tätig sind. Besonders herzlich wurde Schw. M. Anke Rechtien, die Provinzoberin der Dynamischen Provinz empfangen und begrüßt. Sie war aus diesem Anlass aus Schönstatt gekommen.
An diesem Tag wurden gleich drei Ereignisse gefeiert:
- 25 Jahre Kroatische Schönstattfamilie im Liebesbündnis,
- 17 Jahre Heiligtum
- 10 Jahre Krönung der Dreimal Wunderbaren Mutter zur Königin der Herzen.
Schon am Vormittag, als alle so nach und nach in Gruppen anreisten, war die Freude über das Wiedersehen spürbar und groß.
Pater Christoph Horn, der die werdende Schönstattfamilie von Anfang an begleitet hatte und Rektor des Heiligtums ist, begrüßte die Pilger und gab einen Überblick über den Festtag. Der Eucharistiefeier am sogenannten „Sommeraltar“, stand Monsignore Bože Radoš, Bischof der Diözese Varaždin vor.
In seiner Predigt führte er den Gedanken der Königin der Herzen weiter. Die Krone Mariens ist nicht einfach ein äußeres Zeichen. Ihre eigentliche Krone ist ihr Herz – ein Herz, das ganz für Gott geöffnet ist. Maria möchte das, was sie in ihrem Herzen trägt, auch in unsere Herzen legen.
„Wo Herzen brennen, wächst Zukunft“
Der Nachmittag stand unter diesem Leitwort. Alle wurden mitgenommen auf eine lebendige Reise durch die Geschichte der Kroatischen Schönstattfamilie.
Viele Menschen, die den Weg für Schönstatt in Kroatien bereitet und den Aufbau mitgetragen hatten, wurden dankbar in Erinnerung gerufen:
Pater Fritz-Josef Hillebrand, Pallottiner; Pater Rudolf Chrysostomus Grill, Schönstatt-Pater; Frau Hedwig Maria Weinzierl, Schönstatt-Frauenbund; Pater Christoph Horn, Schönstatt-Pater; Mons. Ivan Šešo, langjähriger Vorsitzender der kroatischen Schönstattfamilie; Schwester Mirjana Kukuljan, Karmelitin; und die Schönstätter Marienschwestern, Schw. Mariana Hermann und Schw. M. Ramona Schneider.
In Zeugnissen und Erzählungen
kam die Liebe zum Liebesbündnis, zum Heiligtum und zur Königin zum Ausdruck.
Mirjam Neralić zum Beispiel, die als Mädchen mit zwölf Jahren bei der Gründung der Kroatischen Schönstattfamilie mit dabei war und damals, also vor 25 Jahren, auch persönlich ihr Liebesbündnis geschlossen hatte und nun 37 Jahre alt ist, gab ein beeindruckendes Zeugnis, Hier ein paar Gedanken daraus:
„Aus dieser Zeit, als Mädchen erinnere ich mich daran, dass jeder Tag im Hausheiligtum endete. Meine jüngere Schwester und mein Bruder läuteten für gewöhnlich gegen 21:00 Uhr mit einem Glöckchen zum gemeinsamen Familiengebet.
2005 erlebte ich eine besondere Begegnung mit der Schönstattjugend in Schönstatt, kurz vor dem Weltjugendtag in Köln. Besonders beeindruckt haben mich der Glaube und der Eifer der Jugendlichen aus Chile. Aus diesen Tagen habe ich eine kleine Pilgernde Gottesmutter als Erinnerung, die mich bis heute begleitet.
Meine ersten beruflichen Schritte als Zahntechnikerin habe ich Maria anvertraut. Konkret habe ich eines meiner ersten Werke ins Hausheiligtum gestellt: eine handgefertigte Zahnprothese, denn ich weiß „Nichts ohne Dich – nichts ohne mich.“
In der Hektik des Alltags ziehe ich manchmal ein Kärtchen aus dem Vatertelefon mit Worten von Pater Kentenich, die mich zum Nachdenken anregen. Eine seiner Botschaften, die ich zu praktizieren versuche, lautet:
Einfach vor dem Bild der Gottesmutter sitzen und sie mich anschauen lassen.
Es gibt so viele Sorgen und Anliegen. Dann sage ich zu ihr:
Meine Mutter, Du weißt es am besten! Du wähle aus, was am nötigsten ist. Ich übergebe Dir meinen Teil in den Krug.
Gerne habe ich die Jugendnovene von Pater Kentenich „Sehnsucht nach Leben“ gebetet. Auch heute bete ich sie gerne gemeinsam mit meiner Tochter, an die ich meine Verbundenheit mit der Gottesmutter weitergebe.
Das Liebesbündnis ist meine Sicherheit, mein Gefühl ihrer Gegenwart und meiner Verbundenheit mit ihr.“
Immer wieder wurde spürbar an diesem Tag: Die Geschichte der Kroatischen Schönstattfamilie ist die Geschichte vieler Herzen.
Ein Nachmittag voller lebendiger Zeichen
Ein besonders bewegender Augenblick entstand, als das Bläserensemble von Mala Subotica die kroatische Nationalhymne „Unsere schöne Heimat“ spielte. Für einen Moment verbanden sich die Dankbarkeit für die Heimat Kroatien und die Dankbarkeit für 25 Jahre Schönstatt zu einer einzigen großen Freude.
Besonders eindrucksvoll war die Prozession zum sogenannten Sommeraltar mit einer vergrößerten Nachbildung der Krone. Kinder und Erwachsene trugen Schönstatt-Fahnen; ihnen folgten vier Männer mit der Krone der Königin der Herzen, die auf einem Tragegestell festlich geschmückt durch die Reihen getragen wurde.
Gott sei Dank hatte sich den ganzen Tag über die Sonne immer wieder hinter den Wolken verborgen. Doch gerade als die Prozession am Sommeraltaraltar ankam, brach die Sonne durch die Wolken und ihre Strahlen fielen auf die Krone. Es war ein kleiner, aber für viele tief berührender Moment:
Die Krone begann im Sonnenlicht zu glänzen.
Als hätte der Himmel selbst dieses Zeichen unterstreichen wollen.
Dankbar und innig, aus der Tiefe des Herzens heraus beteten alle das Gebet zur Krönungserneuerung.
Von Generation zu Generation
Im Rückblick auf 25 Jahre wurde zugleich eine Frage immer deutlicher:
Was werden wir denen hinterlassen, die nach uns kommen?
Die Antwort kann nicht allein in Erinnerungen liegen, sie wird zu einem Auftrag:
Im Herzen eine Heimat haben, aus dem Liebesbündnis mit der Dreimal Wunderbaren Mutter leben und so zur Erneuerung der Welt beitragen.
Die Gottesmutter geht weiter.
Ein weiterer Höhepunkt war die Segnung der mehr als 600 Bilder der Pilgernden Gottesmutter, die aus vielen Diözesen Kroatiens mitgebracht wurden und auf einer langen Tischreihe ihren Platz fanden. Viele wertvolle Erlebnisse und Erfahrungen stehen hinter diesen Bildern, zuletzt eine Erfahrung des Schutzes der Gottesmutter beim verheerenden Feuer, das am 13. August bei Omiš ausgebrochen war.
So wurde an diesem Tag sichtbar, was seit den Anfängen zu einem wichtigen Teil der Sendung der Kroatischen Schönstattfamilie geworden ist:
Vom Heiligtum geht Maria zu den Menschen.
– Dankbar zurück – mutig nach vorn
25 Jahre nach dem Gründungstag in Schönstatt und 17 Jahre nach der Einweihung des Heiligtums in Mala Subotica durfte die Kroatische Schönstattfamilie erfahren, wie viel aus einem kleinen Anfang wachsen kann.







