auch in Beuren im Eichsfeld
„100 Orte für 100 Jahre“ – die Jubiläumsaktion der Schönstätter Marienschwestern will Dankbarkeit, Freude und Hoffnung an die Orte und zu den Menschen bringen, wo Marienschwestern einmal gewirkt haben. Zu diesen Orten gehört Beuren/Eichsfeld. Vier Schwestern haben diesen Ort am 2. Juli 2026 besucht.
Schwester M. Sieglinde Kahlke, die selbst aus dem Ort stammt, begrüßte die Menschen aus dem Dorf und aus der Umgebung, die zur eucharistischen Dankandacht gekommen waren.
Die Schwestern brachten Symbole für ihre Dankbarkeit und Hoffnung: Blumen und eine Kerze! 100 Rosen für 100 Jahre! Die Anwesenden hatten die Möglichkeit, selbst eine Rose für jede hier wirkende Schwester nach vorne zu bringen. Sr. M. Mechthild Görge, ebenfalls aus dem Ort stammend, hielt eine Marienmeditation in Anlehnung an das Festgeheimnis Maria Heimsuchung. Von einer Schwester wurde die Kerze mit unserem Jubiläumslogo entzündet und zum Pilgerheiligtum gestellt.
Die zwei Schwestern, die aus dem Ort stammten, dankten auch der Gemeinde für das tägliche Gebet um Berufungen. Schon von ihrer Kindheit an erfuhren sie, dass immer in der hl. Messe eine Fürbitte um gute Berufe eingebracht wurde. Dieser Brauch trägt sich bis heute durch! Auch hatte jeder die Möglichkeit, ein Anliegen, einen Dank oder einen Namen, der ihm am Herzen liegt, aufzuschreiben. Diese Zettel wurden in einem Krug eingesammelt – mit dem Gebetsversprechen der Schwestern, diese mit nach Friedrichroda ins Schönstattheiligtum zu nehmen, wo sie am 18. des Monats verbrannt werden. Nach der Andacht wurde ein neuer Dokumentarfilm „100 Jahre Schönstätter Marienschwestern“ gezeigt, er weckte Freude und fand großen Anklang.
Am Ausgang der Kirche hielten die Schwestern für jede Person noch eine kleine Überraschung bereit: Ein kleines Schokoladenherz mit einer 100 darauf und ein Kärtchen mit dem Bild der Gottesmutter in der Anbetungskirche in Schönstatt.
Bei dem Beisammensein im Konrad-Martin-Haus, wo alles liebevoll und festlich vorbereitet war, gab es anregende Gespräche. Es wurde viel über das aktive und segensreiche Wirken der Schwestern erzählt, Erinnerungen wurden ausgetauscht.
Besonders oft fiel der Name von Sr. M. Herburg Hieke. Sie war von den Anfängen bis zur Auflösung der Filiale in Beuren tätig. Viele Kinder hatte sie als Erzieherin begleitet. Es tat den Leuten leid, dass sie nicht mehr an diesem Treffen teilnehmen konnte; eine Frau erinnerte sich gerne an die 25 Jahre, die sie mit ihr im Kindergarten zusammengearbeitet hat. Sie bewunderte ihre Geradlinigkeit und Offenheit und wie sie Freundlichkeit und Ruhe ausstrahlte.
Einige Besucher tauschten noch Erinnerungen an die Schwestern aus. So erinnerte sich ein Herr: „Sr. M. Gundula Gerbsch verdanke ich meinen ersten Aufenthalt in Schönstatt, sogar noch vor der Wende! Sie hat mich angeregt, nach Schönstatt zu fahren. Das war über den 18. Oktober 1989, an dem Erich Honecker dann zurückgetreten ist.“ Das war für ihn ein ganz besonderes Erlebnis.
Eine Mutter erinnerte sich: „Sr. M. Siegburgis Dette leitete unsere Müttergruppe. Sie hat uns viel gegeben. Sie war für uns wie eine Mutter!“
So ging ein schöner Abend mit vielen dankbaren Erinnerungen zu Ende.







