„Die Marienschwestern haben in den vielen Jahren viele Spuren hinterlassen“, so Pfarrer Ludger Fischer, leitender Pfarrer der kath. Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland. Zu dieser Gemeinde gehört auch Sedelsberg, ein kleiner Ort im Landkreis Cloppenburg, Oldenburger Land, wo über neun Jahrzehnte Schönstätter Marienschwestern eingesetzt waren.
Der damalige Rektor Rudolf Klein Arkenau, ein Schönstattpriester, der 1932 in Sedelsberg tätig war, bat Pater Kentenich um Marienschwestern zur Unterstützung in seiner Gemeinde. So wurden Anfang Oktober 1932 die ersten drei Schönstätter Marienschwestern nach Sedelsberg ausgesandt. Bis Februar 2024 arbeiteten zahlreiche Schwestern in Sedelsberg und darüber hinaus im ganzen Saterland in verschiedenen Aufgabengebieten – wie z.B. in der Pastoral, in der Krankenpflege, als Kindergartenleiterin, Küsterin, in der Jugend- und Mütterarbeit usw.
Somit war hier ein geeigneter Ort für die Jubiläums-Aktion „100 Orte für 100 Jahre“.
Die Anfrage bei dem zuständigen Pfarrer Ludger Fischer stieß auf offene Ohren, er sagte: „Sedelsberg ist dafür ein guter Ort. Hier haben Schwestern über Jahrzehnte hinweg segensreich gewirkt.“ Durch einen Hinweis und eine Einladung zu diesem Treffen in den Pfarrnachrichten und Zeitungen, auch durch persönliche Gespräche, wurden die Gemeindemitglieder über die Veranstaltung informiert. Der Pfarreiratsvorsitzende und einige Frauen der Schönstattbewegung haben mit Unterstützung vieler Helferinnen und Helfer vor Ort alles gut organisiert und vorbereitet.
Der Beginn war um 14.30 Uhr mit einer Andacht in der St.-Petrus-Canisius-Kirche in Sedelsberg. Das MTA-Bild hat seit Jahrzehnten hinten in der Kirche seinen Platz. Es ist für viele Menschen ein beliebter Ort, um in ihren Anliegen und Sorgen zu beten und Kerzen vor dem Bild zu entzünden. An diesem Tag wurde es für die Andacht vor dem Altar aufgestellt und mit gelbem Stoff und Blumen geschmückt.
Alle Besucher erhielten zu Beginn einen Andachtstext mit einer kurzen Bildbetrachtung über das MTA-Bild. Eine Frau meinte später: „Die Andacht war schön und die Bildbetrachtung hat mich angesprochen, das MTA-Bild wurde gut und verständlich erklärt.“
Über 60 Gemeindemitglieder aus allen vier Gemeindeteilen besuchten dieses Treffen, zu dem Sr. Elsmarie Roßkamp (aktuell in Wittenberg) und Sr. M. Aniéla Krokauer (aktuell in Bocholt) gekommen waren, die beide selbst viele Jahre in Sedelsberg im Einsatz waren. Einige kamen schon frühzeitig, um die beiden Schwestern zu begrüßen, ihre Freude über das Wiedersehen mit ihnen zum Ausdruck zu bringen und ein wenig mit ihnen zu reden.
Pfarrer Fischer begrüßte alle Anwesenden und brachte seine Freude und seinen Dank zum Ausdruck. Während der Andacht brachte Schw. Elsmarie eine Blumenschale zum Marienbild als Zeichen des Dankes für alle, die die Schwestern in den vielen Jahren unterstützt und ihnen mit Wohlwollen und Vertrauen begegnet sind. Ein Organist begleitete die Lieder an der Orgel, eine dichte Atmosphäre war zu spüren. Zum Schluss wurde beim MTA-Bild ein Gruppenfoto gemacht.
Nach der Andacht gingen alle Besucher ins Pfarrheim, wo fleißige Hände ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit kalten und warmen Getränken und schön dekorierte Tische vorbereitet hatten.
Beim Kaffee gab es lebhaftes Erzählen und Austausch. Immer wieder wurden Freude und Dankbarkeit darüber zum Ausdruck gebracht, dass die Schwestern sich bei der großen Hitze auf den Weg nach Sedelsberg gemacht hatten. Der neue Film „Von innen her – wo Liebe Verantwortung wird“ über die Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern fand großen Anklang.
Bei einem originellen Quiz zu verschiedenen Begebenheiten und Erlebnissen mit den Schwestern in den langen Jahren wurden viele Erinnerungen aufgefrischt. Pfarrer Fischer sagte am Schluss: „Ich habe dabei viel gelernt, vieles habe ich gar nicht so gewusst!“ Mit Freude und Eifer wurden die Fragen beantwortet! Für das gute Mitmachen durfte sich jede Person aus einem Korb eine kleine Süßigkeit aussuchen, auf der die Zahl 100 aufgeklebt war.
Die Schwestern haben von den zentralen Jubiläumsveranstaltungen in Schönstatt erzählt und auch auf die regionalen Feiern, wie z.B. in Borken, hingewiesen und Einladungen dazu verteilt.
Viel Freude hatten alle Personen auch an den kleinen Kärtchen mit dem MTA-Bild der Anbetungskirche und dem Jubiläummotto: „Maria, Licht unserer Hoffnung“. Zum Schluss haben sich der Pfarreiratsvorsitzende Herr Pugge und Pfarrer Fischer bei allen bedankt, die gekommen waren und die dieses Beisammensein vorbereitet hatten.
Ein ganz besonderer Dank galt dabei den beiden Marienschwestern. Pfarrer Fischer betonte u.a. seinen Dank für das segensreiche Wirken der Schwestern in den vielen Jahrzehnten und sagte: „Die Marienschwestern haben in den langen Jahren in Sedelsberg viele Spuren hinterlassen.“ Wir Schwestern sind sehr dankbar für diese wertvollen Begegnungen und beeindruckt, dass so viele Menschen aus allen Gemeindeteilen teilgenommen haben.
Die nächsten Termine von „100 Orte für 100 Jahre“:
- August 2026: Vallendar (Bistum Trier)
- August 2026: Duisburg (Bistum Essen)
- September 2026: Mannheim (Erzbistum Freiburg)
- September 2026: Arnstadt (Bistum Erfurt)
Kontaktadresse: hundert.orte@s-ms.org
Fotos: ManfredPahlke und Sr.M.AniélaKrokauer