08.06.2026

Bischof Ackermann feiert Fronleichnam in Schönstatt

Sr. Francine Marie Cooper
Deutschland

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Schönstätter Marienschwestern feierte

Bischof Dr. Stefan Ackermann aus der Diözese Trier am 7. Juni 2026

die Heilige Messe in der Dreifaltigkeitskirche auf Berg Schönstatt und

nahm an der anschließenden traditionellen Fronleichnamsprozession über das Gelände teil.

Trotz der wechselhaften Wetterlage der vergangenen Tage fand das Fest unter heiterem Himmel statt. Rund 1.000 Menschen waren zusammengekommen, um an diesem Sonntag den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus zu feiern.

Eine internationale Gemeinde

Die Dreifaltigkeitskirche war bei der Heiligen Messe um 9 Uhr bis auf den letzten Platz besetzt. Zum Beginn begrüßte Pater Felix Geyer, Bewegungsleiter der deutschen Schönstattbewegung und Wallfahrtsleiter am Ort Schönstatt, die verschiedenen Gruppen, die zum Fest gekommen waren. Unter ihnen waren eine Gruppe aus Cambrai in Frankreich, eine Gruppe aus dem Wallis in der Schweiz, die burundische Gemeinde aus Hannover, eine Pilgerwandergruppe, die aus Paderborn zu Fuß nach Schönstatt gepilgert war, sowie eine große Gruppe der Frauenbewegung aus Münster.

Dann wandte Pater Geyer sich mit den Worten an den Bischof der Diözese:
„Es ist eine große Freude, dass wir in diesem Jubiläumsjahr unserer Marienschwestern an diesem Fronleichnamsfest Sie, Herrn Bischof, hier in unserer Mitte begrüßen dürfen.“

Herzliche Worte der Begrüßung sprach auch die Generaloberin der Schönstätter Marienschwestern, Sr. M. Joanna Buckley, und dankte dem Bischof dafür, dass er die Einladung zu diesem Fest angenommen hatte.

„Ich bin das Licht der Welt

In seiner Predigt griff der Bischof das Motto des Tages auf: „Ich bin das Licht der Welt“.

Dieses Wort Jesu beziehe sich auf das Wort Gottes an Mose. Mose frage Gott nach seinem Namen und bekomme die „berühmte Antwort: Ich bin, der ich bin“. „Eine ungewöhnliche Antwort beim ersten Hören“, so Bischof Ackermann. „Aber damit sagt Gott zunächst einmal: Ich bin der Lebendige. Es gibt mich. Ich bin da.“ Und er erklärte, dass Jesus für uns da sei, „ansprechbar, greifbar“. Im eucharistischen Brot mache er sich sogar zum „Zeichen der Angewiesenheit Gottes auf unsere Antwort“.

Der Bischof stellte Maria als den Menschen heraus, der „der Einladung Gottes ganz und vorbehaltlos gefolgt ist. Sie hat sich von seinem Licht umhüllen und erfüllen lassen“.

Bezugnehmend auf das 100-jährige Jubiläum der Marienschwestern betonte Bischof Ackermann: „Wie schön, dass sich in der Nachfolge Jesu und Mariens so viele Schwestern in den letzten 100 Jahren auf diesen Weg eingelassen haben. Und wie schön, dass sie mit ihrem tagtäglichen Zeugnis dazu beigetragen haben und bis heute dazu beitragen, dass die Worte Jesu und sein Liebeswerben die Herzen der Menschen erreichen können, damit Menschen wie Maria sagen: Ja, Herr, sei du mir Licht. Sei du mir Weg. Sei du mir Brot. Sei du mir Leben.“

Der festliche Gottesdienst wurde musikalisch vom Chor der Schönstätter Marienschwestern unter der Leitung von Sr. M. Tabea Platzer gestaltet.

Mit Christus unterwegs

Beginnend auf dem Kirchplatz der Dreifaltigkeitskirche führte der Weg der Prozession über vier Stationen. Unterwegs wurde der Gesang von der Blasmusik des Musikvereins Niederwerth 1922 begleitet. An jeder Station befand sich ein Altar mit einem kunstvoll gestalteten Blumenteppich und eucharistischem Motiv.

Ein Abschnitt aus dem Evangelium, Fürbitten sowie der eucharistische Segen, den Bischof Ackermann spendete, bildeten den Inhalt jeder Statio.

Bei der Statio am Altar vor dem Mutterhaus konnten auch die Kinder aktiv werden. Unter Anleitung von Sr. M. Theodore Klimpel trugen Kinder die Fürbitten vor und brachten mit jeder Bitte einen neuen Strahl rund um den Namen Jesu an, der auf einem weißen Kreis geschrieben und an einem großen roten Herz befestigt war.

Auf der letzten Wegstrecke zurück zur Dreifaltigkeitskirche begleiteten die festlichen Klänge der Glocken die Prozession.

Am letzten Altar auf dem Kirchplatz der Dreifaltigkeitskirche wurde das Evangelium in französischer Sprache vorgetragen, und das „Tantum ergo“ wurde von der burundischen Gemeinde aus Hannover in Kirundi gesungen.

Nach Abschluss der Prozession und Dankesworten von Pater Felix Geyer an den Bischof sowie an alle Helferinnen und Helfer waren die Gäste zu einem Mittagsimbiss rund um das Café Plus in der Nähe der Kirche eingeladen.

Tag der offenen Tür

Auf dem Weg dorthin gab es für viele die Möglichkeit zu einer kurzen persönlichen Begegnung mit Bischof Ackermann.

Das gemeinsame Mittagessen bildete zugleich den Übergang in das Nachmittagsprogramm: Ab 13 Uhr waren alle zum „Tag der offenen Tür“ auf Berg Schönstatt eingeladen.

Aus Anlass ihres Jubiläums öffneten die Marienschwestern die Türen ihrer Häuser.
Auf dem Programm standen eine Vorstellung der Gemeinschaft und der Austausch mit jungen Frauen, die sich auf dem Weg in die Gemeinschaft befinden, eine Fragerunde mit der Generaloberin, der Besuch der Jubiläumsausstellung, die Vorführung eines neuen Dokumentarfilms über die Gemeinschaft sowie gestaltete Gebetszeiten. Für Familien mit Kindern gab es außerdem eine Spielwiese mit zahlreichen Mitmachangeboten.

Mit Lobpreisliedern in der Dreifaltigkeitskirche, gesungen vom Chor der Schönstätter Marienschwestern, fand der Tag einen würdigen Abschluss.