27.10.2026

Brückenbau in eine gute Zukunft hinein – Jubiläumsbegegnungen in Hanau, Diözese Fulda

Schwester M. Jutta Gehrlein
Deutschland

Im Rahmen dieser Aktion pilgern Schönstätter Marienschwestern in ihrem Jubiläumsjahr an Orte, in denen in den vergangenen 100 Jahren Mitglieder der Gemeinschaft gelebt und gewirkt haben. Die Besuche sind Ausdruck der Dankbarkeit für allen Segen Gottes und für alle geöffneten Herzen und Türen, die den Schwestern ihren Dienst für die Menschen ermöglicht haben. Am 11. Oktober 2026 gab es Jubiläumsbegegnungen in Hanau (Diözese Fulda).

In Erinnerungen schwelgend

„Natürlich sind Sie herzlich willkommen in unserer Pfarrei!“ – so die spontane Antwort des Hanauer Gemeindereferenten Maurice Radauscher auf die Anfrage der Marienschwestern zur Durchführung der Jubiläums-Aktion in Hanau.

Vielen Menschen dort ist das Wirken der Schwestern in unterschiedlichen Aufgabenbereichen noch ganz präsent. So machte sich der Liturgiekreis sofort ans Werk und bereitete mit Begeisterung einen Dankgottesdienst vor – nebenher in Erinnerungen schwelgend …

Am 11. Oktober konnten schließlich sieben Schwestern an der Jubiläumsbegegnung in Hanau teilnehmen, davon drei ehemalige „Hanauerinnen“ und Sr. M. Johanna Hellmann, die auch aktuell noch dort lebt und wirkt. Schon direkt bei der Ankunft gab es freudige Begegnungen, und die Freude zog sich durch den ganzen Tag hindurch.

Internationale Gemeinde und internationale Schwesterngemeinschaft

Beim Auftakt in der Sonntagsmesse – nach der herzlichen Begrüßung durch Pfarrer Dirk Krenzer und Margarita Manzaneque vom Liturgieausschuss – durfte jede Schwester sich persönlich vorstellen. Schwester M. Jutta Gehrlein gab dann einen kurzen Überblick über die Geschichte der Schwestern in Hanau und erinnerte daran, dass die Gemeinde Mariae Namen von Anfang an, also seit 1962, die Missionsstation der Schönstätter Marienschwestern in Mutumba / Burundi unterstützt hat und diese Partnerschaft bis heute besteht. Das hatte einen ganz aktuellen Bezug, denn im weiteren Verlauf der heiligen Messe wurde ein neu erstelltes Roll-Up vorgestellt, das von da ab in der Kirche stehen und allen Gemeindemitgliedern zeigen soll, wo und wie die Spenden für Mutumba benötigt und genutzt werden.

In dem international gestalteten Gottesdienst, mit einem vietnamesischen Lied und Fürbitten in sechs Sprachen, zeigte sich, dass die Pfarrei „so international wie die Schwesterngemeinschaft ist“, wie jemand feststellte. Die Schwestern beteiligten sich mit zwei Liedbeiträgen an der Gestaltung des Gottesdienstes, umrahmt von Gitarren- und Flötenklängen.

Brückenbau in eine gute Zukunft hinein

Ein Blumenstrauß und eine Jubiläumskerze wurden von Sr. M. Annbrigitt Mönig und Sr. Barbara-Maria Kullmann zum Marienaltar gebracht – als Zeichen des Dankes und als Bitte um Segen und das „Licht der Hoffnung“ für die Zukunft der Pfarrei.

Ganz in dieser Linie lag es dann auch, dass vor dem Schlusssegen zwei Bilder der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt in die Gemeinde ausgesandt werden konnten: ein starker Brückenbau in eine gute Zukunft hinein. Ähnlich resümiert Maurice Radauscher: „Vielleicht wird die Gottesmutter von Schönstatt bald von Mariae Namen ausgehend durch die Großpfarrei pilgern und der ‚Geist der Schwestern‘ auf diese Weise noch Orte erreichen, mit denen sie damals in der Stadtpfarrei noch gar nichts zu tun hatten.“

Mariae Namen und die Marienschwestern sind nicht zu trennen

Nach dem Gottesdienst lud ein liebevoll gerichtetes Buffet zu Stärkung und Begegnung ein. In froher Gemeinschaft – fast so, als wären die Schwestern nicht weg gewesen – wurden Grüße von Schwestern, die einmal in Hanau gewirkt haben, vorgelesen oder in Videoaufnahmen gezeigt, ebenso wie ein Film über das weltweite Wirken der Schönstätter Marienschwestern: „von innen her – wo Liebe Verantwortung wird“. All das regte zum Austausch an und wurde durch eine Marienandacht am Ende der Begegnung abgerundet. Besonders beeindruckend war für die beteiligten Marienschwestern eine Aussage von Herrn Radauscher, der zwar die Schwestern nicht mehr persönlich in der Pfarrei erlebt hatte, aber feststellte, dass er den „Geist der Schwestern“ noch in der Kindertagesstätte und der Pfarrei spüren könnte. Sein persönliches Fazit: „In der lokalen Kirchengeschichte gibt es viele Spuren von Schönstätter Marienschwestern; Mariae Namen und Marienschwestern sind nicht zu trennen.“ Und: „Ich finde den Gedanken schön, dass wir uns als zukunftsorientierte, große, über die Stadt Hanau hinausreichende Pfarrei immer wieder an der Geschichte der einzelnen Kirchorte erinnern und aus den Quellen trinken.“ Für ihn war es ein Tag, „der mit Sicherheit weiterwirkt.“

So auch in den beteiligten Marienschwestern, die mit dankbaren Herzen, vielen Gebetsanliegen und vielen erlebten Freudenmomenten von Hanau Abschied nahmen.

 

Die nächsten Termine von „100 Orte für 100 Jahre“:

14.11.2026 Gymnich (Erzbistum Köln)
Advent 2026 Grünsfeld und Wittighausen (Erzbistum Freiburg)

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