09.10.2026

100 Jahre: Brennende Herzen und strahlende Augen

Sr. M. Nilza P. da Silva
Brasilien

So erleben wir als Schönstatt-Tabor-Provinz mit Sitz in Atibaia/SP in Brasilien
die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Gründung unseres Instituts.

Es finden zahlreiche Feierlichkeiten statt – neben den Schönstatt-Heiligtümern und -Zentren werden viele davon in den Pfarreien und Diözesen organisiert und begangen, in denen wir tätig sind. Überall steht die Dankbarkeit gegenüber den Marienschwestern sowie der Lobpreis der Gottesmutter und des Gründers für diese gesegneten hundert Jahre im Mittelpunkt.

Eine Feier an vielen Orten

„Im Laufe dieser Jahre haben Sie uns stets dabei geholfen, Schönstatt im Alltag zu leben, und uns in diesem Prozess der inneren Wandlung und der apostolischen Begeisterung durch das Charisma des Liebesbündnisses inspiriert. Wir sind für alles dankbar“, schreibt die Schönstattfamilie aus Vila Mariana in São Paulo/SP. Die Schönstattfamilie in Curitiba/PR hat eine besondere Novene ausgearbeitet, bei der sie jeden Tag eine Besonderheit einer Etappe unserer Geschichte betrachten und darüber nachdenken, welche Lektion Gott ihnen durch diese Tugend unseres Instituts lehrt.

In Londrina/PR fand die Feier am Tag des Bundes im September statt, und in seiner Predigt hob der Bewegungsleiter, Pater Afonso Wosny, den Mut der ersten Schwestern und des Gründers hervor, etwas so Neues in der Kirche zu beginnen: unsere Mission, Maria gegenwärtig zu machen. Sie wollten, „dass Maria inmitten der Welt nicht nur ein Bild, ein Gemälde oder eine Statue sei, sondern eine Gegenwart“. Er lud jeden Teilnehmer ein, sich an eine positive Erfahrung mit einer Marienschwester zu erinnern und ihr persönlich zu danken.

Viele Menschen, deren Leben berührt wurde

Im Provinz Zentrum in Atibaia/SP versammelten sich am 20. September mehr als 2.500 Teilnehmer zur Feier. Sie trafen schon sehr früh ein, und am Vormittag berichteten einige Marienschwestern von ihrem Berufungsweg; gemeinsam beteten sie den Rosenkranz für Berufungen. Viele Angehörige der Schwestern waren eigens angereist, um sich zu bedanken und gemeinsam zu feiern. Am Nachmittag wurde auf dynamische und kreative Weise ein Überblick über die Geschichte dieser hundert Jahre präsentiert, an dem die Schönstattfamilie teilnahm; die Atmosphäre war geprägt von großer Freude und Dankbarkeit.

„Wir preisen Gott für diese hundert Jahre Geschichte, für so viele empfangene Gnaden und für all die Fruchtbarkeit, die er der Schönstattfamilie durch das Leben, die Hingabe und den Auftrag der Marienschwestern geschenkt hat. Wie viele Leben wurden im Laufe dieser hundert Jahre berührt, wie viele Menschen konnten durch das Zeugnis und den Dienst so vieler Schwestern Aufnahme, Bildung und den Weg zu Gott finden“, sagte ein Ehepaar als Vertreter des Instituts der Familien in einer Grußansprache.

Hundert Jahre, geprägt von den Spuren so vieler Schwestern

Die Jubiläumsmesse wurde von Dom Devair Araújo da Fonseca, Bischof der Diözese Piracicaba/SP, geleitet und von neun Priestern konzelebriert. In seiner Predigt stellte Dom Devair eine Verbindung zwischen der Botschaft des Evangeliums und der Geschichte des Instituts der Marienschwestern  her und erinnerte an das Zeugnis des Vertrauens und des Mutes der ersten Schwestern: «Wenn wir hundert Jahre später auf die Geschichte der Schwestern zurückblicken, sehen wir dort die Spuren, die Schritte, die Fußabdrücke so vieler, die das Evangelium gelebt haben.»

«Hier in Brasilien gibt es eine wunderschöne Geschichte über die Präsenz und die Lebendigkeit der Schwestern Mariens», sagte er anschließend. Er erinnert daran, wie die Schwestern die Menschen, insbesondere die Pilger, in ihren Heiligtümern willkommen heißen und ihnen helfen, eine Begegnung mit Gott zu erleben. «An diesem Tag der Hundertjahrfeier war es sehr schön, so viele Menschen und Würdenträger zu sehen, die dort waren, um nicht nur ihre Ehrerbietung zu erweisen, sondern dieses grosse Ereignis zu feiern, nämlich die Präsenz der Schönstättter Marienschwestern», erinnert sich der Bischof und schließt: «Möge Gott diese wunderbare Arbeit der Schwestern weiterhin segnen und möge er in den Herzen der jungen Menschen immer mehr den Berufungs- und Mission Wunsch wecken, sich ihnen anzuschließen, um das missionarische Werk der Evangelisierung durch die Gegenwart der Mutter und Königin fortzusetzen.»

Hundert Jahre voller Leben und mit einer aktuellen Mission  

Mehrere dort anwesende Schönstatt-Gemeinschaften brachten ihre Dankbarkeit für die Präsenz und das Wirken unseres Instituts zum Ausdruck. In ihren Dankesworten brachte die Provinzoberin, Sr. M. Silvia Regina Formagio, ihre Dankbarkeit gegenüber Gott, der Mutter und Königin, dem Gründer und den ersten Schwestern zum Ausdruck. Sie erinnerte daran, dass hundert Jahre aus vielen Leben bestehen, und schloss mit den Worten: «Hundert Jahre sind vergangen, und auch heute noch ist unser Auftrag notwendig und aktuell.»

Fotos do @casaltakes
weitere Fotos:
https://www.flickr.com/photos/santuariodeatibaia/albums/72177720335751859/ 
https://www.flickr.com/photos/santuariodeatibaia/albums/72177720335728360/