Ein großes Hallo
der Wiedersehensfreude in Arnstadt
Ein Regensonntag mit Sonne im Herzen
Dieser 13. September 2026, ein Sonntag, war ein verregneter Tag, doch in manchen Herzen war es eher sonnig, voll Freude und Spannung ob einer besonderen Mission: Fünf Schönstätter Marienschwestern machten sich von Friedrichroda aus auf den Weg nach Arnstadt, um im Rahmen der Jubiläumsaktion ihrer Gemeinschaft Begegnungen mit den Menschen dort zu suchen. Vier von ihnen waren eine Zeit lang in Arnstadt eingesetzt: Schwester M. Klare Vogt, Schwester M. Sonnhild Keppler, Schwester M. Andrea Lisdat, Schwester M. Lioba Kaiser. Als Plus und Überraschung für die Arnstädter war auch Schwester M. Paulina Butz dabei, die in den östlichen Bistümern Referentin der Schönstatt-Frauenbewegung ist.
Gute Bekannte treffen sich
Bei der Ankunft wurden die Schwestern herzlich begrüßt – als gute Bekannte! Um 9.00 Uhr begann die heilige Messe in der katholischen Pfarrkirche Christi Himmelfahrt. Pfarrer Gottschall sagte zu Beginn freudig: „Früher, bis 2020, war es ein gewohntes Bild: die Schönstätter Marienschwestern in unserer Kirche! Heute sind sie aus einem besonderen Anlass hier, denn ihre Gemeinschaft wird in diesem Jahr 100 Jahre. Und sie besuchen 100 Orte! Wir heißen Sie herzlich willkommen und freuen uns, dass Sie heute hier in Arnstadt sind …“
Die Kirche war mit ca. 150 Personen gut gefüllt, eine Frau aus der Gemeinde sagte, es seien „sehr viele“ gekommen.
Wer sieht heute zum ersten Mal eine Marienschwester?
Im Rahmen des Gottesdienstes brachten die Schwestern einen vorbereiteten Beitrag. Sie begrüßten die Gemeinde und drückten ihre Freude aus.
Schwester M. Andrea und Schwester M. Lioba führten zuerst einen kurzen Dialog mit der Gemeinde: Wer sieht heute zum ersten Mal eine Marienschwester? Niemand hat sich gemeldet – welch ein schönes Zeichen für Arnstadt!
Wie viele Marienschwestern waren im Laufe der 90 Jahre, von 1930 bis 2020, in Arnstadt? Beim Beantworten dieser Frage ging ein Raunen durch die Kirchenbänke: Es waren sage und schreibe 63 Marienschwestern in Arnstadt tätig, einige mehrere Male.
Schwester M. Paulina, die zum ersten Mal in Arnstadt war, wurde durch Beifall herzlich begrüßt. Sie stellte sich kurz vor und gab einen Einblick in die Geschichte der Schwesterngemeinschaft und in das Jubiläumsjahr.
Schwester M. Andrea ergänzte Informationen im Blick auf die Geschichte und das Leben in Arnstadt und Schwester M. Lioba fügte die Arbeitsgebiete der Schwestern in Arnstadt hinzu: Seelsorgehilfe, Organistendienst, Sakristei, Caritasarbeit, Bürodienst, Betreuen der Außenstellen, Gemeindereferentin, Krankenpflege … Besonders hervorgehoben wurde der Dienst im Katholischen Kindergarten, der am 5.12.1932 eröffnet wurde und sich größter Beliebtheit erfreut – bis heute.
Frohe und offene Gesichter
Jubiläen laden vor allem auch zum Danken ein. So brachten die Schwestern einen Blumenstrauß und eine Jubiläumskerze zur Gottesmutter. Mit einem Gebet endete der Beitrag: „Liebe Gottesmutter Maria, heute danken wir Dir für das Wirken unserer Schwestern hier in Arnstadt. Begleite uns, die Kirche, weiterhin durch alle turbulenten Zeiten und hilf uns, am Reich deines Sohnes mitzubauen, zum Segen für alle Menschen in unserem Land. Erbitte allen Menschen den Segen und die Liebe Gottes …“
Als Schlusslied sangen Schwestern und Gemeinde „Es ist wie ein Nachhause kommen … Maria, da bin ich! Nichts ohne dich, nichts ohne mich!“ Und beim Verlassen der Kirche erhielten alle noch eine kleine Visitenkarte mit dem „Geheimrezept“ der Schwestern, das sie auch für heute allen empfehlen: Mhc – Mater habebit curam (Die Mutter wird sorgen.). Die Gemeindemitglieder nahmen dieses Kärtchen gerne an.
Eine der Akteurinnen äußerte später: „Man konnte während dieses Beitrags in der Kirche in viele frohe und offene Gesichter schauen!“
Herzensbegegnungen
Nach dem Gottesdienst war in und vor der Kirche ein großes Hallo der Wiedersehensfreude. Viele Hände wurden geschüttelt, und eine unglaubliche lebendige Freude machte sich breit. Alle waren herzlich eingeladen, in das Gemeindehaus zu kommen, um gemeinsam zu danken und miteinander ins Gespräch zu kommen, ja, einander mit dem Herzen zu begegnen – und genauso war es. Der Saal des Gemeindehauses war bis auf den letzten Platz gefüllt. Es waren Tische für jeweils acht Personen gerichtet, so schön herbstlich, festlich geschmückt und gedeckt und ein großes Buffet war aufgebaut mit selbst gebackenen Kuchen, Schnittchen, Brotaufstrichen … für jeden Geschmack war etwas dabei. Als die Schwestern den Saal betraten, begrüßte Herr Dr. Markus Schnauß sie nochmals im Namen des Pfarreirates der ganzen Gemeinde Arnstadt, zu der auch die Kirchorte Ichtershausen, Ilmenau und Stadtilm gehören, und ermunterte: „Es wäre schön, wenn sich an jeden Tisch eine Schwester setzt, so können wir alle mit den Schwestern ins Gespräch kommen!“ Gesagt, gewünscht, getan! Das war ein reges, buntes, frohes Beieinandersein. So viel gab es zu erzählen, zu erinnern, Fotos zu machen …
„Als wäre ich nie weg gewesen“
Etwa nach einer halben Stunde waren alle eingeladen zu einer PowerPoint, zusammengestellt von Herrn Werner Bartel, mit vielen Fotos aus dem Leben der Gemeinde mit den Schwestern in den 90 Jahren in Arnstadt. Auch Pater Josef Kentenich hat einst die Niederlassung in Arnstadt besucht! Ein historisches Foto bezeugt diesen Höhepunkt im Jahr 1946.
Das Beisammensein war auch eine gute Gelegenheit, auf die Homepage der Schwestern aufmerksam zu machen und den Trailer zum Jubiläum zu zeigen. Die Zeit verging wie im Fluge, und als es zum Engel des Herrn um 12.00Uhr läutete, begann ein Verabschieden voller Dankbarkeit und Freude über dieses gelungene Begegnungstreffen, mit diesen offenen, frohen Gesichtern. Wie schön, dass die Beteiligung so gut war: Das jüngste Gemeindemitglied war sieben Monate, es waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene in jeder Altersgeneration dabei.
Eine der Schwestern, die lange Jahre in Arnstadt war, sagte: „Es war mir, als wäre ich nie weg gewesen, und dabei ist der Abschied acht Jahre her.“
Und gemeinsam zogen sie das Fazit: Es war ein reich gefüllter, froher, gesegneter Vormittag in einer ungeheuer offenen Atmosphäre.
Geteilte Freude ist doppelte Freude, genau das konnten alle in Arnstadt erleben. Dem Himmel und allen Beteiligten sei Dank für dieses schöne Treffen!
Die nächsten Termine von „100 Orte für 100 Jahre“:
24.09.2026 Weitersburg (Bistum Trier)
26.09.2026 Wilhelmshaven (Bistum Münster)
08.10.2026 Lauda (Erzbistum Freiburg)
11.10.2026 Hanau (Bistum Fulda)
Mühlhausen/Thüringen (Bistum Erfurt)
Fretterode/Eichsfeld (Bistum Erfurt)
Kontaktadresse: hundert.orte@s-ms.org













