– im Krankenhaus Oberndorf am 19. Juli 2026
Im Rahmen der Jubiläums-Aktion „100 Orte für 100 Jahre“ brachen fünf Marienschwestern am 19. Juli 2926 von der Liebfrauenhöhe / Rottenburg nach Oberndorf auf – einem Ort, an dem die Gemeinschaft 77 Jahre lang bis 2023 für die Menschen da sein durfte, und der bis heute mit vielen wertvollen Erinnerungen verbunden ist. Anlass war ein Tag der offenen Tür im SRH-Krankenhaus Oberndorf, dem langjährigen zentralen Wirkungsort der Oberndorfer Niederlassung der Marienschwestern.
Den Auftakt des Festtages bildete
ein feierlicher Gottesdienst,

zu dem sich Mitarbeiter des Krankenhauses, Gemeindemitglieder der Seelsorgeeinheit Oberndorf und Mitglieder der Schönstattfamilie eingefunden hatten. Die Schwestern gestalteten die heilige Messe musikalisch, sowie durch verschiedene liturgische Dienste mit – als Lektorin, Kantorin, Violinistin und Organistin. Zum Abschluss sangen sie für die Gemeinde ein dreistimmiges Dankeslied, das mit herzlichem Applaus aufgenommen wurde.
In seiner Predigt würdigte Pfarrer Martin Schwer das langjährige Wirken der Schönstätter Marienschwestern im Krankenhaus. Zugleich hob er den täglichen Dienst aller Mitarbeitenden an den Patientinnen und Patienten als einen stillen, aber äußerst wertvollen Beitrag zum menschlichen Miteinander und zum fruchtbaren Wachstum unserer Gesellschaft hervor.
„Können Sie nicht wenigstens zweimal im Jahr hierherkommen, um mit uns einen so schönen Gottesdienst zu feiern und die Atmosphäre hier weiterhin zu prägen?“ – so hieß anschließend ein Echo aus der mitfeiernden Gemeinde.
Für die Schwestern war es eine große Freude, den ganzen Tag mit einem Informationsstand vor Ort zu sein. Zahlreiche Begegnungen boten Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen, gemeinsam auf vergangene Zeiten zurückzublicken und alte Verbindungen neu aufleben zu lassen.
Krankenschwestern, ehemalige Schülerinnen, Ärzte, EDV- Verantwortliche, Fachkräfte, Haustechniker, Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme, Mitarbeiter der Krankenpflegeschule kamen vorbei, um „ihre Schwestern“ wiederzusehen, Anteil zu geben, wie das Arbeitsumfeld jetzt aussieht, ihre Ehepartner und Kinder vorzustellen und manchmal auch etwas wehmütig auf gemeinsam Erlebtes zurückzuschauen. So meinte eine ehemalige Schülerin zu Sr. M. Dorina Dungel, damals Pflegedienstleitung des Krankenhauses und heute am Infostand im Einsatz: „Wissen Sie noch, dass Sie bei mir die mündliche Prüfung abgenommen haben. Ich hatte solche Angst. Doch als ich sah, dass Sie dabei sind, dachte ich: Das geht jetzt gut!“
Mit einer Glücksrad-Aktion, von der besonders die Kinder angezogen wurden, stellten die Schwestern einige internationale Projekte der Gemeinschaft vor, darunter auch das „Projekt Hoffnung“ zur Unterstützung junger Frauen auf dem Weg ihrer geistlichen Berufung.
„Gut, dass Sie heute da sind!“, lautete das Fazit einer Besucherin auf die Präsenz der Schwestern an diesem Tag der offenen Tür, denn: „Von Ihrer 100-jährigen Geschichte haben Sie ja die meiste Zeit hier verbracht!“ Stimmt: Immerhin 77 von 100 Jahren – von 1946 bis 2023. In den Jahren wirkten die Schwestern sowohl im medizinischen als auch im pflegerischen Bereich mit, leiteten die Krankenpflegeschule mit und begleiteten viele Menschen seelsorglich. Vor allem ihre Menschlichkeit, ihr unermüdlicher Einsatz und ihre liebevolle Zuwendung haben offenbar bleibende Spuren bei den Menschen in Oberndorf hinterlassen. Das empfand auch Sr. Susanna-Maria Zeh so: „Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig die Erinnerungen an die Schwestern dort noch sind. Immer wieder wurden wir gefragt, wie es dieser oder jener Schwester geht und ob wir liebe Grüße ausrichten könnten. Kurzerhand legten wir eine Karte aus, auf der alle ihre Grüße und guten Wünsche hinterlassen konnten.“
Ein besonderer Anziehungspunkt war daher die Stellwand mit Fotos der Schwestern, die im Laufe der Jahre in Oberndorf gewirkt haben. Vielen Besucherinnen und Besucher suchten nach bekannten Gesichtern, entdeckten ehemalige Schwestern wieder und teilten ihre Erinnerungen.
Ein Besucher im mittleren Alter erzählte zum Beispiel – auf das Foto einer Schwester zeigend: „Bei dieser Schwester war ich als Kind im Kindergarten! Wie oft hat sie nicht nur mit uns gelacht, sondern auch Wunden versorgt, die bei Jungs halt so vorkommen, zugehört und war einfach da! Das hat mein Leben geprägt!“
Die aktuelle leitende Schulschwester, Cordula Lindner, hatte für den Tag der Offenen Tür einen ganzen Raum mit der Geschichte der Pflege im Oberndorfer Krankenhaus gestaltet. Da fanden sich Fotos vom Anfang der Krankenpflegeschule mit lauter Marienschwestern als Schülerinnen bis zum kulturellen Einsatz der Schwestern, unter anderem mit den vielen Theateraufführungen der Pflegeschule.
SIE IST GEBLIEBEN!
Die Freude über das Wiedersehen war groß – ebenso wie das Bedauern vieler, dass die Marienschwestern heute nicht mehr vor Ort sind: „Die Marienschwestern waren die Seele des Hauses.“ – so die persönliche Bilanz einer Rezeptionsmitarbeiterin. Doch etwas ist auch geblieben, wie Sr. Susanna-Maria festgestellt hat:
SIE IST GEBLIEBEN!
„Ein weiteres Detail hat mich besonders berührt: Auf einer Magnetwand entdeckte ich ein MTA-Bild. Für mich war das mehr als eine schöne Erinnerung – es zeigt, dass das Vertrauen auf die Gottesmutter im Oberndorfer Krankenhaus bis heute lebendig ist und sie ihren Platz im Alltag des Personals behalten hat.“
Die Schwestern ziehen das Fazit:
„Es war ein erfüllter Tag voller schöner Begegnungen, wertvoller Erinnerungen und herzlicher Verbundenheit.“
Und hier einige Video-Impressionen
Fotos: Schönstätter Marienschwestern
Die nächsten Termine von „100 Orte für 100 Jahre“:
1. August 2026: Vallendar (Bistum Trier)
23. August 2026: Duisburg (Bistum Essen)
12. September 2026: Mannheim (Erzbistum Freiburg)
13. September 2026: Arnstadt (Bistum Erfurt)
Kontaktadresse: hundert.orte@s-ms.org







