Begegnung der Marienschwestern
mit der Bevölkerung von Ediger-Eller
und Moselgemeinden
Es war ein Tag, weit mehr war als ein festlicher Anlass. Er wurde zu einem lebendigen Zeichen der Verbundenheit, der Dankbarkeit und der tiefen Wertschätzung: Die Begegnung der Marienschwestern mit der Bevölkerung von Ediger-Eller und zahlreichen Gästen aus den umliegenden Moselorten hat sich als ein Ereignis erwiesen, das in Erinnerung bleiben wird.
Spuren nachgehen
Am frühen Sonntag des 14. Juni 2026, füllte sich das Gemeindehaus in Ediger-Eller mit Menschen, die gekommen waren, um ihre Verbundenheit mit den Marienschwestern auszudrücken. Viele von ihnen hatten persönliche Erinnerungen an die Schwestern, an Begegnungen, an Momente der Unterstützung oder des Trostes. Andere wollten einfach ihre Dankbarkeit zeigen für das jahrzehntelange Wirken der Gemeinschaft, das bis heute Spuren hinterlassen hat.
Acht Schwestern hatten sich von Berg Schönstatt, Vallendar, auf den Weg gemacht. Die Jubiläumsaktion „100 Orte für 100 Jahre“ war der konkrete Anlass. Mit großer Herzlichkeit wurden die Schwestern begrüßt und brachten ihrerseits die Freude zum Ausdruck, hier einer so lebendigen Gemeinde zu begegnen.
Im Dienst an den Menschen
Die anschließende Feier der heiligen Messe war musikalisch gestaltet von den Martin Singers und von persönlichen Worten durchzogen. Schw. M. Anne-Meike Brück, die selbst aus Ediger-Eller stammt, erinnerte an das Engagement der Marienschwestern, das viele Jahre ein fester Bestandteil des sozialen und geistlichen Lebens war. Von 1947 bis 1994 waren die Schwestern im Ort präsent – voller Fürsorge für die Kinder, für alte Menschen, für Mütter, Mädchen und Jugendliche. Viele der Anwesenden konnten aus eigener Erfahrung bestätigen, wie wertvoll diese Präsenz und danach weitere Begegnungen in Schönstatt für sie selbst gewesen sind.
Pastor Lönarz griff in seiner Predigt auf, wozu das Evangelium dieses Sonntags eingeladen hatte:
„Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“

Seinen Hinweis, wie wichtig geistliche Berufungen gerade heute sind, verband er mit dem Aufruf, ein Umfeld und Klima zu schaffen, in dem Berufungen wachsen können.
Dafür sei entscheidend, dass der Glaube gelebt, geistliche Lebensentwürfe als sinnstiftend erlebt und dafür gebetet werde.
Schw. M. Natalie Stewart zeigte anhand von aus Schwemmholz gestalteten Königskindern auf, dass scheinbar wertloses Material – gebrochen, angeschwemmt, liegen gelassen – umgestaltet und kostbar sein kann. Ein Kennzeichen für unser Leben. Bei aller Brüchigkeit verkörpern die Figuren eine spezifische Art von Schönheit, die durch Verwandlung entsteht. Sinnbild dafür, im eigenen Leben nach der Kostbarkeit zu suchen, die Gott in einen jeden von uns hineingelegt hat und die er uns schenkt – auch im Einsatz für ein gutes Miteinander.
In lebendigem Austausch
Der anschließende Empfang bot viel Raum für persönliche Gespräche. Vor dem Gemeindehaus bildeten sich kleine Gruppen, in denen Erinnerungen ausgetauscht, Geschichten erzählt und neue Kontakte geknüpft wurden. Es war ein Miteinander, das zeigte, wie die Menschen der Moselregion Gemeinschaft schätzen – und wie sehr die Marienschwestern Teil dieser Gemeinschaft geblieben sind, auch wenn sich äußere Umstände verändert haben.
Am Ende der Begegnung stand noch ein Besuch und das Gebet für alle Wanderer, Autofahrer, Bewohner an dem 1952 errichteten Bildstock der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt am Ortseingang von Ediger – von der Bergstraße her kommend.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Eine würzige Suppe mit Beilage sowie Kaffee und Kuchen im kleinen Kreis – mit Bürgermeister und 1. Beigeordneten – boten viel Gelegenheit zu weiteren anregenden Gesprächen.
Dankbarkeit
Das war der Grundton im Rückblick auf diesen Tag: Dankbarkeit für die Schwestern, für ihr Wirken, für ihre Präsenz – und Dankbarkeit dafür, dass diese Begegnung möglich war. Sie hat gezeigt, wie tief die Verbindung zwischen den Marienschwestern und den Menschen der Mosel verwurzelt ist. Und sie hat deutlich gemacht, dass Wertschätzung, Gemeinschaft und Glauben auch heute noch tragende Säulen des Miteinanders sind.




