30.08.2018

Motivation, die man mit nach Hause nimmt

von Schwester M. Annette Hartl

Dem Gründer der Schönstattbewegung heute begegnen

– das lässt aufhorchen. Der Ort, an dem Pater Josef Kentenich vor 50 Jahren sein Leben vollendet hat, lädt immer neu zu einer solchen Begegnung ein. Menschen aus aller Welt machen sich auf den Weg, um diesen besonderen Ort kennenzulernen.

Im Rahmen des Kentenich-Jahres entstand das Angebot, jeden Monat an der Grabstätte Pater Kentenichs gemeinsam zu verweilen und das Leben des Gründers unter verschiedenen Facetten zu betrachten. Dabei gab es auch Gelegenheit, Sorgen und Anliegen loszulassen, sie der Fürbitte Pater Kentenichs zu überlassen und gemeinsam dafür zu beten.

Inspiriert

Rund 400 Teilnehmer aus aller Welt und aus verschiedensten Generationen sind der Einladung gefolgt und haben sich in dieser „Begegnungszeit“ vom Leben Pater Kentenichs inspirieren lassen. Manche kamen „zufällig“, andere bewusst entschieden. „Es hat gut getan“, und „das war nicht nur eine momentane Begegnung mit dem Gründer der Schönstattbewegung, sondern das war irgendwie eine Grundlage für mein Leben. Das war ganz tief, macht weiter!“ So ein Echo nach der letzten Veranstaltung.

Motiviert

Die Zentralworte der Briefmarkenserie zum Kentenich-Jahr gaben dabei jeweils eine Blickrichtung an, unter der die Teilnehmer auf das Leben des Gründers schauten und etwas davon mit dem eigenen Leben verknüpfen konnten. „Das ist mehr als eine Veranstaltung, das ist Motivation, die man mit nach Hause nimmt. Das ist für heute.“ So äußerte sich ein Teilnehmer nach dem Blick auf Pater Kentenich als „ErNEUerer“: Ganz neu beginnen; spüren, dass es Zeit ist, etwas Neues zu wagen und es zu tun. Das sind ErNEUerer, die Geschichte schreiben. Das ist nicht einfach Renovierung oder Modernisierung. Welt-Veränderung geschieht nicht pauschal und irgendwo: Das ist ErNEUerung der Innenwelt, ErNEUerung des Herzens. Dafür steht Pater Kentenich. Das ist sein Angebot.

Entlastet  leben

Im gemeinsamen Gebet wächst Vertrauen. Eine halbe Stunde „Auszeit“ kann helfen, neue Kräfte zu sammeln. Und es ist gut, einen wirksamen Fürsprecher bei Gott zu haben. So waren es besonders dichte Momente, als die Teilnehmer eingeladen waren, mitgebrachte Sorgen und Nöte zu notieren und zu vertrauen, dass Pater Kentenich in den ihm anvertrauten Anliegen ein gutes Wort bei Gott dafür einlegt. Und nicht wenige der Teilnehmer haben ihn als wirksamen Fürsprecher entdeckt. „Pater Kentenich, ich verlasse mich auf dich“, so bemerkte unüberhörbar ein Herr, bevor er den Rückweg antrat. Doch nicht ohne ein ganz persönliches Motivationskärtchen mit einem Satz von Pater Kentenich mitzunehmen: Ein gutes Wort im rechten Moment kann Vieles verändern. Die Worte Pater Kentenichs können wie Funken sein, die im eigenen Leben und in der eigenen Person etwas neu entzünden.

„Wir waren schon oft im Tal, aber hier waren wir noch nie, es hat gut getan. Das ist eine ganz neue Veranstaltung. Das ist Schönstatt.“ Mit dieser Erfahrung hat sich ein Ehepaar gerne einladen lassen zur Gedenkfeier zum 50. Todestag von Pater Kentenich am 15./16. September 2018.