VIEL MEHR
ALS NUR EIN FREIZEITPROGRAMM

Daniela Aguilera, Koordinatorin der Kinderprogramme

Winterferien in der Casa de María,

El Peñon, Chile

Während der Winterferien vom 23. Juni bis 2. Juli 2026 öffneten wir in „Casa de María“ wieder unsere Türen, um Kindern und Jugendlichen einen sicheren, gemütlichen Ort voller Möglichkeiten zu bieten, an dem sie ihre Nachmittage in den Ferien genießen können.

Für viele der Kinder, die an unseren Workshops teilnehmen, bedeuten diese Aktivitäten weit mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Viele von ihnen leben in Situationen großer Gefährdung, geprägt von Vernachlässigung, fehlenden Unterstützungsnetzwerken, problematischem Alkohol- oder Drogenkonsum in ihren Familien und anderen Umständen, die ihre Entwicklung tiefgreifend beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang wird die „Casa de María“ zu einem sicheren Ort, an dem sie liebevoll aufgenommen, angehört, wertgeschätzt und von einem Team engagierter Betreuerinnen begleitet werden, denen ihr Wohlergehen am Herzen liegt.

Angebote für jede Altersstufe

Die Aktivitäten fanden dienstags, mittwochs und donnerstags zwischen 16:30 und 19:00 Uhr statt. Die Teilnehmer wurden entsprechend ihrem Alter in drei Gruppen eingeteilt: 4 bis 7 Jahre, 8 bis 10 Jahre und 11 bis 14 Jahre. Jeder Tag verzeichnete eine hervorragende Beteiligung mit 38 bis 43 Teilnehmern sowie ca. 14 Kindern, die zum ersten Mal die Arbeit der „Casa de María“ kennenlernten. Viele von ihnen haben sich bereits angemeldet, um im zweiten Halbjahr weiterhin an unseren Workshops teilzunehmen.

Jeder Nachmittag begann mit einem Gebet, woraufhin verschiedene Freizeit-, Sport-, Kunst- und Gemeinschaftsaktivitäten auf dem Programm standen. Eines der beliebtesten Angebote war der Sporttag auf dem Sportplatz vor unserem Zentrum. Dank dieses Ortes konnten die Teilnehmer Psychomotorik-Parcours absolvieren, Gleichgewichtsspiele spielen und ihre Geschicklichkeit und Fähigkeiten trainieren – insbesondere die Kleinsten –, sowie Sportarten wie Fußball und Volleyball ausüben. Diese Erfahrung war für sie sehr bedeutsam. Der 9-jährige Gerard sagte: „Ich fand es toll, auf den Sportplatz gehen zu können, um Sport zu treiben und mich körperlich zu betätigen.“

Eine weitere beliebte Aktivität war unser Kochworkshop. Jeder Teilnehmer erhielt einen eigenen Pizzateig und konnte die Zutaten nach eigenem Geschmack auswählen. Nach dem Backen genossen sie ihre Kreationen gemeinsam mit ihren Freunden in einer fröhlichen und geselligen Atmosphäre. Die 11-jährige Sofía Alorca sagte: „Es hat mir riesigen Spaß gemacht, meine eigene Pizza zu backen und sie anschließend mit meinen Freundinnen zu teilen.“ Auch die 12-jährige Monserrat Araya betonte: „Das Beste war, dass wir die Pizzen selbst gebacken haben – sie waren wirklich lecker.“

Außerdem gab es Bereiche für Brettspiele und Geschicklichkeitsaufgaben, die Freundschaft, Teamarbeit und ein harmonisches Miteinander förderten. Die 11-jährige Antonia Soto sagte: „Ich freue mich sehr über die neuen Spiele und darüber, dass ich eine unterhaltsame Zeit mit meinen Freundinnen und der Betreuerin verbringen kann.“

Auch das Basteln spielte in diesen Ferien eine wichtige Rolle. Die Teilnehmer fertigten verschiedene Gegenstände an, die sie mit nach Hause nehmen konnten, und entwickelten dabei handwerkliche Fähigkeiten, Kreativität und Ausdauer. Der 12-jährige Gustavo Figueroa erzählte: „Es hat mir Spaß gemacht, einen Stern und ein Herz aus Jeansstoff zu nähen, um sie meiner Mama zu schenken. Ich dachte, das Nähen wäre viel einfacher, aber ich war trotzdem sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“

Zu den innovativsten Aktivitäten gehörte der Workshop zum Thema Perlen und Modeschmuck, bei dem Kinder und Jugendliche Armbänder, Schlüsselanhänger und Ohrringe bastelten, was vor allem bei den größeren Teilnehmern großen Anklang fand. Die Kleinsten hingegen genossen die Nachmittage mit Aquarellmalen, eine Aktivität, die große Begeisterung auslöste. Die 8-jährige Trinidad Contreras sagte: „Es hat viel Spaß gemacht und war schön, ich habe noch nie mit Aquarellfarben gemalt.“

Erlebnis von Freude, Respekt und Gemeinsamkeit

Schließlich fasste die 10-jährige Josefa Poblete die Stimmung vieler Teilnehmer sehr treffend zusammen, als sie sagte: „Ich hatte viel Spaß, weil dadurch die Winterferien unterhaltsamer wurden.“

Als Team möchten wir die hervorragende Arbeit unserer Betreuerinnen hervorheben, die Engagement, Kreativität und ein sehr gutes Gespür für den Umgang mit der Gruppe bewiesen haben, sodass alle Aktivitäten in einer Atmosphäre des Respekts, der Gemeinsamkeit und der Freude stattfinden konnten.

Diese Winterferien waren viel mehr als nur ein Freizeitprogramm. Sie boten Dutzenden von Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, einen Ort zu finden, an dem sie spielen, lernen, sich gemeinsam gesund ernähren, sich geborgen fühlen und die Zuneigung einer Gemeinschaft erfahren konnten, die an sie glaubt. Jedes Lächeln, jede neue Erkenntnis und jede geknüpfte Verbindung erinnern uns daran, wie wichtig es ist, weiterhin Orte wie die „Casa de María“ zu schaffen.

Kennwort: El Peñón, Chile

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