19.10.2020

Virtueller Kongress der Freunde von P. Josef Kentenich

von Sr. M. Raquel Mainardi; Sekretariat P. Josef Kentenich – Santa Maria/RS- Brasilien

Mit grosser Freude und Dankbarkeit möchten wir unsere Erfahrungen teilen, die wir vor einiger Zeit machten. Wir hätten uns vorher nie vorgestellt, dass dies zu verwirklichen sei. Neben vielen Herausforderungen und schwierigen Situationen hat die Covid-19-Pandemie uns auch neue Möglichkeiten des Lernens gegeben, besonders auf dem Gebiet der Komunikation. Ein Beispiel dafür war der

34. Kongress der „Freunde P. Josef Kentenichs“

– das erste Mal virtuell.

Anfang Juli informierten wir das Ehepaar Giovani und Fabiana Sturmer, die immer am Kongress teilnahmen, dass der jährliche Kongress dieses Jahr in Santa Maria/RS nicht möglich sei. Sie antworteten: „Aber warum machen wir ihn nicht virtuell?” Das wurde ein Lichtblick, und mit großer Hilfe von Sr. M. Rosequiel Fávero, die in unserer Provinz für die Kommunikation verantwortlich ist, nahmen wir diese neue Herausforderung an.

Das Ehepaar organisierte die Formulare zur Anmeldung und besondere „Links“ im Internet. Bei jeder Anmeldung hatte das Vorbereitungsteam viel Freude. An den zahlreichen Anmeldungen sah man die tiefe Liebe und Verehrung der Brasilianer und Personen aus anderen Ländern zu Pater Kentenich.

Der 34. Kongress – virtuell gestaltet

In der Vorbereitung wurden viele und längere Besprechungen gehalten, um dieses Projekt eines virtuellen Kongresses zu verwirklichen. Es ist der 34. Kongress, dieses Mal virtuell gestaltet. Er sollte so sein, dass man einmal die Person und Sendung von P. Kentenich mehr kennen lernen könnte und zum anderen auf neue Wege hinweisen, um die Realitäten der Pandemie, in der wir leben, zu bewältigen.

Das Projekt wurde so verwirklicht und gestaltet, dass die Teilnehmer einen wirklichen Kongress erleben konnten. Es sollte ein „Minikongress” von vier Abenden sein: mit Feiergestaltung, Vorträgen, Zeugnissen von Gebetserhörungen auf die Fürbitte von P. Kentenich usw.

Nicht nur die Teilnahme der Kongressteilnehmer war virtuell, sondern auch die Vorträge und Zeugnisse. Dies alles war eine grosse Herausforderung: mit Schwierigkeiten des Internetempfangs, die ankommenden Aufnahmen usw. … Aber die Gottesmutter zeigte sich als grosse Siegerin und sorgte, dass es trotz einiger technischer und menschlicher Fehler möglich war, diese Veranstaltung mit großer Teilnahme und mit vielen Impulsen zu gestalten.

Wirklich teilnehmen – nicht nur mal reinzuschauen

Clécio Almeida aus dem Erzbistum Santa Maria – schon als Seminarist schloss er das Liebesbündnis im Taborheiligtum – hielt den Eröffnungsvortrag. Er lud alle Teilnehmer ein, am Kongress wirklich teilzunehmen und nicht nur mal reinzuschauen. Er zeigte die marianische Sendung von P. Kentenich auf mit den Worten der Vorgründungsurkunde von 1912:

„Unter dem Schutze Mariens möchten wir lernen uns zu erziehen zu freien, festen und priesterlichen Charakteren.”

Foto-Album

Am zweiten Tag betrachtete er mit den Teilnehmern die Realität der Pandemie. Er führte sie in einer sehr interessanten und praktischen Art zum Nachdenken.

Anderson José do Nascimento, Millitärpfarrer in Campinas/SP, lernte die Bewegung und das Schönstattheiligtum in Santa Maria/RS kennen, als er in Santa Maria arbeitete und bei zwei Kongressen der „Freunde P. Kentenichs“ mithalf. Sein Vortrag hatte den Titel des Kongresses: „Heimwärts zum Vater geht unser Weg.“ In einer einfachen Sprache, aber sehr tief, zeigte er auf, wie man mit Maria die aktuelle Zeit überwinden kann.

Wendel Mendonça, auch Millitärpfarrer in Brasilia, gab einen wahren Unterricht über das Liebesbündnis, vom Alten Testament bis hin zum schönstättischen Liebesbündnis. Vor kurzem bekannte er: „Ich liebe Schönstatt.”

In einer sehr lebendigen Art zeigte Sr. M. Raquel Mainardi die Geschichte des Liebesbündnisses in Schönstatt und wie es sich in unserem Leben auswirkt.

Zeugnisse wecken Leben

Lebendige Zeugnisse von Personen aus Santa Maria und aus verschiedenen Städten Brasiliens trugen bei zu einer familiären Atmosphäre, was auch bei keinem Kongress bisher fehlte.  Besonders wurde das Interesse und Vertrauen durch die Novene zu P. Kentenich geweckt und man wünschte, mehr von ihm zu erfahren. Stark war der Wunsch, den Kreis der „Freunde P. Kentenichs“ zu erweitern, damit noch mehr sich für seine Seligsprechung einsetzen.

Ein schönes Erlebnis war die Krönung am dritten Abend. Die Gottesmutter wurde wiederum als MTA im Prozess der Seligsprechung von P. Kentenich proklamiert. Dieses Ereignis wurde im Taborheiligtum aufgenommen mit der Teilnahme von P. Clécio Almeida und den Kandidatinnen der Schönstätter Marienschwestern.

Der Abschluss war die Bündnismesse im großen Saal des Bewegungshauses „Centro Mariano” unter strengster Einhaltung der Hygienevorschriften in der Pandemie. Hauptzelebrant war P.Clécio Almeida. Er konnte sehr gut den Abschluss des Kongresses und die Liebesbündniserneuerung miteinander verbinden. An diesem Tag wurde auch an 70 Jahre Beginn der Pilgerheiligtums-Kampagne erinnert, die am 10. September 2020 war.

Ausblicke auf 2021

Wegen des Erfolges des ersten virtuellen Kongresses wurde beschlossen, dass im kommenden Jahr 2021 um den 15. September, so Gott will, der Kongress wieder in Santa Maria stattfindet, aber auch zur gleichen Zeit virtuell übertragen wird, damit viele daran teilnehmen können, die nicht diese weite Reise unternehmen können.

Giovani und Fabiana Sturmer, die Sr. M. Raquel den Vorschlag machten und sich ohne Unterlass für die Verwirklichung einsetzten, sprachen von den „Zahlen“ der Teilnahme des Kongresses: „Angemeldet waren 236 Teilnehmer aus drei Ländern (Brasilien, Portugal und Peru) und aus 14 Staaten Brasiliens. Die Übertragungen über Facebook und Youtube waren offen für jedermann. Die virtuellen Anmeldungen gaben uns einen Überblick der Teilnahme. Viele Personen baten weiterhin um Material des Sekretariates oder baten um die Vorbereitung zum Liebesbündnisses. Mehr als 70% der Anmeldungen waren Teilnehmer der vorhergehenden Kongresse der „Freunde P. Kentenichs“, und sie äußerten den Wunsch, weiterhin virtuell teilnehmen zu können.”