12.07.2020

„Wir können nicht rückwärts gehen!“

von Schwester Adriane Maria Barbosa

„Mit Maria, hoffnungsfreudig und siegesgewiss, in die neueste Zeit!“ (7.9.1968)

Dieser Satz unseres Gründers, Pater Josef Kentenich, ist das Fundament des Vertrauens in eine neue Zeit und in eine neue Ära, die uns ermutigt zum Online-Apostolat mit mehreren Initiativen hier beim

Heiligtum TABOR DER FREIHEIT in Confins/Minas Gerais – Brasilien.

Unsere Aktivitäten, die während der Covid-19-Pandemie reich gesegnet sind.

Sie findet immer einen Weg

♥   Die Situation der Pandemie erinnert uns an die Zeit des Exils unseres Gründers: Das Heiligtum „Tabor der Freiheit“ befindet sich „im Schatten“, ist ausgebremst, irgendeine Person aufzunehmen. Aber die Mutter und Königin des Himmels lässt sich nicht hindern zu „pilgern“, sie findet immer einen Weg, um ihren Kindern entgegenzugehen:

♥   Mit den verschiedenen Gliederungen und der Gruppen der apostolischen Liga der Schönstattbewegung finden Besprechungen online statt. Alle treffen sich regelmäßig zur Schulung, zu Planungen und Entscheidungen.

♥   Die Familien der Kinder unserer Kindertagestätte erhalten Unterstützung durch die Psychologin, durch Lebensmittelkörbe, außerdem Online-Schulung für die Eltern, die überaus dankbar sind für alles, was sie empfangen.

♥   Täglich werden die Feier der heiligen Messe und der Rosenkranz über Internet übertragen, was vielen Menschen Möglichkeiten bietet für eine Pause zum Gebet und die Verbindung zum Heiligtum herstellt. Auf diese Weise können die sozialen Netzwerke für die Evangelisation sehr gut ausgewertet werden.

♥   In dieser Zeit fand in zwei Nachbarstädten eine Wagenkolonne mit dem Pilgerheiligtum statt, um eine Botschaft des Vertrauens zu vermitteln und um mit der Bevölkerung zu beten.

♥   Der Jahrestag der Einweihung des Heiligtums „Tabor der Freiheit“ war in diesem Jahr ein markanter Tag. Das Pilgerheiligtum der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin pilgerte durch die Straßen der Städte Pedro Leopoldo und Confins.

♥   Am Muttertag war das Apostolat eine besondere Botschaft für die Mütter, und ein Angebot von Lebensmittelprodukten. Das trug gleichzeitig zum Unterhalt des Wallfahrtszentrums beim Heiligtum bei.

Die Jugendliche Barbara Viana berichtet uns: „Dieses Mal verließ die Gottesmutter das Heiligtum und ging ihren Kindern entgegen, die mit Tränen in den Augen, voller Glück, und an mit Blumen geschmückten Altärchen an den Türen ihrer Häuser warteten. Als das Bild der Gottesmutter vorbeizog, war das ein Beitrag zur Stärkung der Hoffnung für die Menschen. Es war erbauend, wie die Gottesmutter erneut und vollkommen für alles sorgt.“

„Bedingt durch die Umstände konnten die Gläubigen nicht zum Heiligtum kommen, aber die Gottesmutter ging im Pilgerheiligtum ihren Kindern entgegen, um ihnen die Gnaden Gottes und das Licht des Gottessohnes Jesus Christus zu bringen.

Es waren Momente der Hingabe, des Lobes, des Gebetes und reichen Segens auf diesem Weg. Die Menschen, an denen das Gnadenbild vorüberzog, brachten auf verschiedene Weise ihren Glauben zum Ausdruck, die einen durch Tränen, andere kniend, betend, applaudierend … es waren Augenblicke, die die Herzen berührten!“  (Ana Maria Prado Barbosa)

Was mich in dieser Zeit am meisten beeindruckte, war das Apostolat des Hörens und der Ermutigung, der Anteilnahme und des Dialogs mit den Menschen, die um Orientierung am Telefon baten. Die Worte Pater Kentenichs: „Wir können nicht zurückgehen!“ (27.10.1912) sind ein Impuls für die geistige Nähe mit allen, die unter den Folgen dieser Pandemie leiden.

Es ist unser Wunderland

Das „Heiligtum der Freiheit“ ist weiterhin das „Wunderland, wo die Menschen sich für Gott und das Göttliche entscheiden … das heiß ersehnte Freiheitsreich … wo Gottes leise Wünsche binden und freudige Entscheidung finden; wo nach der Liebe Grundgesetzen sie allseits siegreich durch sich setzen“. (Pater Kentenich – Himmelwärts)

Maurício Miranda Batista lässt uns teilnehmen an seiner Überzeugung in Bezug auf eine unserer Aktivitäten: „Ein Experiment, das durchströmt ist von einem großen Vertrauen und die Gewissheit zum Ausdruck bringt, dass unser „Mütterchen“ wirklich sorgt. Wieviel Freude ist bei jedem freiwilligen Helfer unserer Sendung wahrzunehmen. Mit Sicherheit wird die Familie sieghaft durch diese Zeit hindurchschreiten.“

Wir können antworten: Ja, „dies Wunderland ist mir bekannt…“ – es ist der Tabor der Freiheit, zu dem eine Vielzahl von Kindern der Gottesmutter aus mehr als 280 Pfarreien der Erzdiözese Belo Horizonte und der Nachbardiözesen pilgern: Mitglieder der verschiedenen Gliederungen Schönstatts, der Kampagne des Pilgerheiligtums und des „Kreises des Männerrosenkranzes“  kommen, um ihre Mutter zu besuchen und die Schule der Freiheit, die mit den Familien zusammenarbeitet in der Erziehung von 47 Kindern unserer Kindertagesstätte „Saatkorns des Lebens“.