09.05.2020

Die Anbetungs-gemeinschaft zur Zeit der Coronavirus-Pandemie

von Anbetungsschwestern Atibaia/SP –Brasilien

Die Gebets- und Anbetungsgemeinschaft

ist ganz besonders aufgeschlossen für alle Geschehnisse in der Welt, denn es ist ihre Sendung, für die Menschen zu beten und zu opfern. Sie ist dazu berufen, Liebes-, Gebets- und Opfermacht in der Kirche zu sein. In der augenblicklichen Weltsituation, verursacht durch die „Explosion“ des Covid-19, sieht unsere Gebetsgemeinschaft sich von Gott gerufen, ihr Gebet und ihr unerschütterliches Vertrauen zu intensivieren, denn „wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt.“ (Röm 8,28) Diese Zeit der Isolierung weckte viel geistiges Leben in der Gebetsgemeinschaft. Die Beter wurden angeregt zu beten und viele Beiträge ins Gnadenkapital zu legen mit der Bitte um das Ende der Pandemie.

Eine Gruppe von mehr als 40 Personen, die sich im Gebet für die Familien einsetzen, betet jetzt den Rosenkranz online, per Facebook.

Eine andere Gruppe von etwa 30 Personen aus den Staaten Rio de Janeiro, São Paulo, Minas Gerais, Paraná und dem Regierungsdistrikt Brasilia, tauschen per Whatsapp Meditationen, Schönstattliteratur, etc. aus. Sie sind hauptsächlich im Gebet und in der geistigen Anbetung geeint.

Maria Rita, aus São Paulo, Koordinatorin der Pilgermutter, Mitglied der Mütterliga und der Anbetungsgemeinschaft, teilt uns mit, dass sie seit vielen Jahren für die Anbetung am Donnerstag im Heiligtum verantwortlich sind. „Wegen der notwendigen Quarantäne bekommen die Beter jetzt Impulse für ihre Begegnung mit Christus durch die sozialen Medien, und jeder zieht sich in sein Hausheiligtum zurück, um dort Jesus anzubeten. Außerdem bieten die Marienschwestern jeden Donnerstagabend vom Heiligtum der Vila Mariana aus Impulse der Anbetung per Facebook online an. Jeder hat dann die Möglichkeit, zu Hause daran teilzunehmen und die Heiligste Dreifaltigkeit auf die Fürbitte der lieben Dreimal Wunderbaren Mutter um das Ende der Tragödie zu bitten, von der die Welt heimgesucht ist.“

Im vergangenen Jahr krönte die Gebetsgemeinschaft die Gottesmutter zur „Königin der betenden Herzen“ und in diesem Jahr bereitet sie sich vor, der Königin das Zepter zu überreichen. Diese Zepterüberreichung ist für Dezember vorgesehen während der Exerzitien und dem Treffen der Gebetsgemeinschaft. Die Mitglieder der Gebetsgemeinschaft bieten der Mutter und Königin täglich das Zepter an und beten: „Nimm hin die Krone und das Zepter deiner Macht! O Königin, siege in unserer großen Sendung! Nur mit dir wird unser Beterheer siegen und Christus die ganze Welt regieren. Mögest du durch unser Gebet die ganze Welt regieren und in der Kirche eine glühende Liebe zu Christus und einen tiefen Glauben an ihn entflammen, in ewiger Anbetung.“

Geeint mit unserem Heiligen Vater, Papst Franziskus, erheben wir als Beterheer der Mutter und Königin von Schönstatt  unser Gebet zum Himmel und flehen um das Ende der Pandemie und um die Heimkehr aller Menschen an das Vaterherz Gottes: Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit des Leibes und stärke die Herzen.