05.05.2019

Die Gottesmutter erobert SÜDINDIEN

von Sr. M. Jessy Parassery

Am 18. Oktober 2007 begann eine neue Etappe in der GeschichteSchönstatts

in Kerala, Südindien.

Zum ersten Mal wurden von uns Schwestern zwölf Pilgerheiligtümer ausgesandt. Inzwischen sind es 305 Pilgerheiligtümer, die regelmäßig in den Familien weitergegeben werden.

Sogar bis nach Russland ist eines ausgesandt worden, ein anderes wandert in London, vier Pilgerheiligtümer sind in den Golfstaaten. Alle diese Pilgerheiligtümer wandern unter den Leuten aus Südindien, die dort studieren oder arbeiten. Die Gottesmutter bewährt sich als Wunderbare MUTTER in all ihren Anliegen.

Einige Beispiele möchten das bebildern:

Einmal kam eine Familie mit einer großen Bitte. Ihre Tochter war seit zwölf Jahren mit einem Arzt verheiratet und sie hatten keine Kinder. Sie hatten alles Mögliche unternommen, aber keinen Erfolg. Jetzt baten die Eltern um unser Gebet. Sie brachten eine große Kerze, die fünfzig Kilo wog, und zündeten sie im Heiligtum an. Sie hatten sich vorgenommen, neun Mal an den Bündnismessen teilzunehmen und die Gottesmutter zu bewegen, Fürsprache einzulegen für ihre Tochter. Die Gottesmutter hat sie nicht lange warten lassen. Bei der zweiten Bündnismesse konnten sie uns voll Freude mitteilen, dass ihre Tochter schwanger war. Sie glauben fest, dass die Fürsprache der Gottesmutter es bewirkt hat. Die Eltern haben an ihrem Vorsatz festgehalten und an jedem 18. an den Bündnisfeiern teilgenommen und für eine gute Geburt gebetet. Die Tochter hat nun ein Mädchen bekommen.

Die Eltern hatten auch Probleme mit der Einreise nach London. Da hat die Gottesmutter wiederum für sie Fürsprache eingelegt und alles ging reibungslos. Die Eltern sind sehr beeindruckt und haben es für die Veröffentlichung frei gegeben. Wir haben es für die anderen Familien veröffentlicht.

Ihre Verwandten haben von diesem Ereignis auch Kenntnis erhalten. In der Verwandtschaft war noch ein Ehepaar, das schon fünf Jahre verheiratet war und kein Kind hatte. Auch diese Bitte wurde an uns weitergegeben, und die Frau wurde im ersten Monat schon schwanger und hat ein Mädchen geboren. Ich habe die beiden Zeugnisse in dem Rundbrief geschrieben. Natürlich kamen dann von allen Richtungen Anrufe mit der Bitte, für ein Kind zu beten.

Die Frau eines Hindu–Priesters hat durch ihre Nachbarin, die eine Christin ist, auch davon erfahren. Sie wollte nun auch das Pilgerheiligtum bekommen. Die Nachbarin sollte für sie die Erlaubnis von mir einholen und das ermöglichen. Ich habe natürlich gern die Erlaubnis gegeben. Die Christin hat ihr dann zugesichert, dass sie nächstes Jahr um diese Zeit ein Kind haben wird. Es war Adventszeit. Sie haben dann zusammen gebetet, und sage und schreibe: Am 8. Dezember hat sie einem Mädchen das Leben gegeben. Jetzt hatte sie Angst, mir das Kind zu zeigen, weil sie fürchtete, dass ich es zur Christin mache. Ich habe dann das Kind nicht besucht. Die Hauptsache ist, dass sie ein Kind bekommen hat. Später hat sie es mir doch einmal gezeigt.

Noch einmal kam sie mit der Bitte für ihren Bruder. Da hat die Gottesmutter sie doppelt gesegnet: Sie bekamen Zwillinge.

Die Gottesmutter in die Golfländer mitnehmen.

Einer Frau war die Gottesmutter so lieb geworden, dass sie, wo sie auch ging, sie immer mitgenommen hat. Nun bekam sie die Möglichkeit, zu ihren Kindern in die Golfländer zu fahren. Sie war in einem Dilemma. Was sollte sie machen? Die Gottesmutter alleine zu Hause lassen wollte sie nicht. Sie einem Andern überlassen, war ihr nicht so recht. So hat sie sich entschieden, das Pilgerheiligtum mitzunehmen. Die Gottesmutter in die Golfländer mitzunehmen, ist keine einfache Sache. Manchmal wird es bei der Einreise abgenommen, das Kreuz abgerissen etc. Deshalb war es ein Wagnis. Die Frau wollte das Pilgerheiligtum nicht in den Koffer packen. Sie hat sich entschieden, es in der Hand zu behalten, und sie kam gut durch die Kontrolle, ohne Schwierigkeiten. Sie ist überzeugt, dass die Gottesmutter selbst alles ermöglicht hat.

Dann war sie bei ihren Kindern und war sehr glücklich. Als sich gesundheitliche Probleme zeigten, ging sie zum Arzt und der stellte fest, dass sie Krebs hat, und das schon seit sieben Jahren. Die Frau glaubt, dass sie es der Gottesmutter verdankt, dass das entdeckt wurde. Sie hatte dann Behandlungen, es ging alles gut und sie ist jetzt gesund! Sie ist fest davon überzeugt, dass es die Gottesmutter war, die das alles in die Hände nahm, für sie eingetreten ist und sie geheilt hat.

Ich könnte Hunderte von Beispielen erzählen.

Die Gottesmutter wirkt und sie wirkt kräftig als Mutter und Erzieherin.