29.04.2019

Und wofür brennst du?

von Sr. M. Annjetta Hirscher

Die Ankommrunde bereitete Freude und fand in einem brennenden Dornbusch ihren Ausdruck.

„Ihr seid das Heute – Ihr seid das Jetzt“

– ein Wort von Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Panama – ist das Thema bei Tagungen für Schwestern, die in den letzten Wochen in unserer Provinz stattfanden. Die unterschiedlichen Generationen trafen sich untereinander und arbeiteten heraus, wie wir in unserer Zeit unsere Sendung erfüllen können.

Und wofür brennst du?

„Und wofür brennst du?” war die Frage bei einer frohen Ankommrunde mit Liedern und Spielen. Im Laufe des Abends wurden viele Flammen mit Buchstaben zu entsprechenden Worten und Sätzen gelegt. Am Ende entstand ein brennender Dornbusch. Mit einem Zitat von Papst Franziskus, das uns für unsere Berufung und Sendung neu entzündete, endete dieser Abend:

„Es wird das sein, was euch am Morgen zum Aufstehen bringt und euch in den Augenblicken der Ermüdung anspornt, was euch das Herz zerreißen wird und euch mit Staunen, Freude und Dankbarkeit erfüllen wird. Spürt, eine Mission zu haben und verliebt euch in sie, und davon wird alles abhängen“ 27.1.2019

Wie Maria – wenn sie heute lebte

Das Schulungsthema war: Der Umgang mit digitalen Medien.

Auf die Frage von „Externen”, von Schwestern, die alleine leben und mitten in der Welt ihre Aufgabe im Beruf erfüllen, an Pater Kentenich, wie sie leben sollten, sagte er 1966: „Wie Maria, wenn sie heute lebte.”
So beschäftigten wir uns mit der Frage: Wie gestalten wir den Umgang mit den modernen Medien so, dass wir sie zur Verbreitung des Evangeliums und unserer Sendung nutzen? Dabei ist es uns ein Anliegen, dass wir die Medien beherrschen und nicht die Medien uns. Es gab einen regen Austausch über Erfahrungen im Umgang mit den digitalen Medien und Tipps zu einem sinnvollen und einem unserer jungfräulichen Berufung entsprechenden Umgang. Die Bedeutung von „Zeiten der Unerreichbarkeit” wurde uns noch wichtiger, weil das für uns die Zeiten sind, in denen wir den Kontakt zu Gott und damit unsere Berufung pflegen. Schließlich kommt es bei jeder Berufung darauf an, die Glut der ersten Liebe immer neu zu schüren.

Zeit der Unerreichbarkeit – ganz praktisch

Die Zeit der Unerreichbarkeit – noch besser – die Zeit für Gott und mich, wurde in einer gemeinsamen Gebetszeit in der Krönungskirche oder im Heiligtum – je nach Größe der Gruppe – ganz praktisch. Dabei tat es gut, alles vor Gott zu bringen, was uns im Hier und Jetzt bewegt.