24.02.2019

Heiße Schokolade

von Schw. Antje-Maria Wunderwald

… und Schönstatt in weiter Welt

Was hat heiße Schokolade mit Schönstatt in weiter Welt zu tun? Sehr viel – zumindest im Café auf Berg Schönstatt …

Ich bin seit vielen Jahren in der Missionszentrale in Schönstatt tätig. Stets neu fasziniert mich die Internationalität unserer Schwesternfamilie, und wann immer es Gelegenheit dazu gibt, mache ich auf unseren Einsatz auf allen Kontinenten aufmerksam. Meine Erfahrung ist, dass viele Menschen davon beeindruckt sind und sich gern durch die Weltweite Schönstatts ansprechen lassen.

Ort der Begegnung von Nah und Fern

Bei meiner zweiten Aufgabe – im Café auf Berg Schönstatt – habe ich diese Möglichkeit täglich. Neben den Stammgästen, die normalerweise aus der Region sind, kommen Pilger aus der ganzen Welt. Sie besuchen die Grabstätte Pater Kentenichs in der Anbetungskirche, vielleicht auch das Pater-Kentenich-Haus, und stärken sich zwischendurch mit Kaffee und Kuchen im Café. Sie erwerben nicht nur das eine oder andere Mitbringsel aus Schönstatt, sondern sie nutzen gern die Gelegenheit, Fragen über uns Schwestern, Pater Kentenich und Schönstatt allgemein zu stellen.

Südamerikanische Gäste gehören fast zum Alltag, doch es kommen auch Besucher aus vielen anderen Nationen. Manche werden von einer Schwester unseres internationalen Wallfahrts-Teams begleitet. Besonders hat es mich berührt, als sich vor einiger Zeit – an einem ganz normalen Werktag! –Pilger aus allen Kontinenten gleichzeitig im Café einfanden.

Frohmachende Begegnungen

Es bereitet mir viel Freude, dass Besucher aus vielen Ländern den Weg ins Café finden – selbst wenn die Verständigung oft etwas holprig ist oder aus einem Sprachengemisch besteht. Hauptsache ist, die „Herzenssprache“ stimmt – echtes Wohlwollen und Interesse an anderen Kulturen lassen eine familienhafte Atmosphäre erleben.

  • So kamen drei Priester aus Brasilien, die während eines Deutschland-Aufenthaltes auch Schönstatt kennenlernen wollten, begleitet von einem Mann aus Portugal. Es kommt zu einem anregenden Gespräch. Die Missionsnachrichten „Schönstatt in weiter Welt“ liegen griffbereit, und die Gäste freuen sich, als ich ihnen das Titelfoto mit einer Schwester auf einem Schiff auf dem Amazonas zeige. Sie erfahren, wie viele Kapellchen es in Brasilien und weltweit gibt. Und der Portugiese notiert sich gern die Adressen der Schönstattheiligtümer in seinem Heimatland.
  • Seltener sind Pilger aus Afrika. Doch es ergibt sich, dass zwei Priester aus Uganda und Südafrika sich hier begegnen. Ich erzähle ihnen von unserer Arbeit in Burundi – und sehe, wie gerade eine burundische Schwester vorbeiläuft, die ich schnell hereinwinke. So bekommt der Priester aus Uganda auf seine gezielten Fragen zum Projekt Pilgerheiligtum in Burundi eine Antwort.
  • Eine Frau aus Argentinien, die kein Deutsch versteht, kauft mehrere CDs mit Vorträgen Pater Kentenichs. Auf mein überraschtes Fragen hin erklärt sie mir, dass sie so gerne seine Stimme hört.

In Schönstatt die Welt erleben

Manche Besucher sind zum ersten Mal im Schönstatt und nutzen die Möglichkeit, sich im Café näher über Schönstatt zu erkundigen und vielleicht etwas zu erfahren, was sie schon immer mal eine Schwester fragen wollten. Dabei ist unsere Internationalität ein beliebtes Thema, und immer wieder kommt die Frage: „Schwester, waren Sie auch schon in der Mission?“ Und meine Antwort? „Nein – ich brauche nicht ins Ausland zu fliegen, denn ich erlebe hier in Schönstatt die ganze Welt durch Mitschwestern und Pilger aus vielen Ländern!“