23.10.2018

Warum nicht auf die Straße gehen?

von Schw. M. Gertrud Foemer

Der „Pater-Kentenich-Weg“ in Borken

wird zum Lebensweg von Pater Kentenich.

„Warum nicht auf die Straße gehen?“ ist die spontane Reaktion der 10.-Klässlerinnen der Schönstätter Marienschule in Borken auf den Vorschlag, zum 50. Todestag von Pater Kentenich eine Ausstellung im Schulgebäude zu gestalten.

Die östliche Front der Schule grenzt an den Pater-Kentenich-Weg. Diese kleine Stichstraße wird von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt, die den Weg in die Innenstadt von Borken abkürzen wollen. Auf dieser Straße sollte zum 15. September 2018 ein Lebensweg von Pater Kentenich entstehen, um viele Menschen auf den Gründer der Schönstattbewegung und den Namensgeber dieser Straße aufmerksam zu machen.

Aus der Biographie Pater Kentenichs wählen die Schülerinnen sieben Stationen aus. Schnell einigt man sich auf ein einheitliches Design. Neben einem kurzen Informationstext sollen aussagekräftige Bilder und eine Zeitleiste den Lebensweg veranschaulichen. Einige Schülerinnen gestalten aus zwei Meter langen Stoffbahnen Transparente, die am Anfang und Ende der Straße aufgehängt werden.

Mit großem Eifer gehen sie an die Gestaltung ihrer Station. Bildbände werden gewälzt, Fotos begutachtet und Informationen gesammelt. Wichtig ist für die Jugendlichen die Frage, ob es in ihrem Umfeld noch Menschen gibt, die Pater Kentenich zu Lebzeiten gekannt haben. Eine der beiden Lehrkräfte unserer Schule, die als Kinder dem Gründer der Schönstattbewegung begegnet sind, erzählen der Klasse von ihrer Begegnung.

Nach eifrigen Vorbereitungen können die Transparente und Plakate entlang des Schulhofes angebracht werden. Dass diese kleine Ausstellung über die Schulgemeinschaft hinaus Aufmerksamkeit geweckt hat, berichtete eine Schülerin in der letzten Religionsstunde: „Am Freitag habe ich einige Mütter und Kinder gesehen, die sich unsere Plakate angeschaut haben.“ Es hat sich also gelohnt, „auf die Straße zu gehen“.