08.09.2018

Die Mutter und Königin der „Santa Casa“ in Londrina

von Sr. M. Gláucia Carini Couto / Sr. M. Nilza P. da Silva

Die Liebesmacht der Königin

Am festlichen Tag, dem 15. August 2018, versammelten sich Ärzte, Krankenschwestern, Mitarbeiter, Patienten, Mitglieder des Verwaltungsrates, mehr als 350 Personen, um das goldene Jubiläum der Krönung der Gottesmutter zu feiern. Ihr Bild im Haupteingang wurde vor fünfzig Jahren, am 15. August 1968, durch Bischof Geraldo Fernandes, dem Ortsbischof, unter dem Titel “Mutter und siegreiche Königin im Reiche des Lichts“ gekrönt.

Die Feier wiederholte sich mehrmals im Laufe des Tages, um so die Teilnahme der vielen Mitarbeiter zu ermöglichen. Bei der Vorbereitung der Feier konnten alle Mitarbeiter, Patienten, Begleiter und alle Ankommenden ihre Bitten und Anliegen und  ihre Beiträge ins Gnadenkapital legen. „Der Gottesmutter edles und schönes Antlitz zu betrachten und ihre Mutterliebe zu spüren, ist ohne Zweifel die größte Gnade, die ich erhalten habe, denn es ist die Kraft dieser Liebe, die mich empfängt, begleitet und mich immer mehr zu  Jesus führt, weil unsere Mutter nichts für sich behält “, sagt Dafne Daniele dos Santos, Assistenzschwester des chirurgischen Zentrums.

Während der Feier wurden die Namen der mehr als 25 Krankenhausstationen auf einer Gedenktafel zu Füßen der MTA angebracht mit der Bitte um ihren Segen für alle. Nach einer gemeinsamen Meditation über die Bedeutung des Titels und der Sendung der Gottesmutter als  “siegreiche Königin im Reiche des Lichts” erneuerten alle die Krönung und beteten dasselbe Gebet wie vor 50 Jahren.

Sie ist anwesend und aktiv

Alle waren eingeladen, die Gottesmutter auch persönlich zu krönen. Jeder Teilnehmer bekam dafür ein Bildchen unserer Schönstattmutter und -königin und einen Aufkleber mit der “Jubiläumskrone”.

Sérgio de Oliveira Filho, ein Patient, bekräftigt:  “Für mich ist die Anwesenheit der Muttergottes eine reale Wirklichkeit, die mir sehr geholfen hat und mit der ich mich sehr verbunden fühle. Sie war für mich eine Kraftquelle während meines Krankenhausaufenthaltes, sie gab mir viel Kraft, das hat mir sehr geholfen. Ich ging in die Kapelle, um zu beten und  erhielt die Broschüre mit den Gebeten und auch die Krone für den heutigen Tag. Ich betete auch mit Peter (Patient, der im selben Zimmer liegt). “

Mit der Krone bitten wir die Königin, ein Königreich des Lichts zu errichten, in dem das Leben von der Empfängnis bis zum Tod geschützt ist. Es geht um ein Reich, in dem das Leben gefeiert, verteidigt, gepflegt, gefördert und priorisiert wird, so wie es das Evangelium lehrt: “Ich bin gekommen, damit alle Leben und Leben in Fülle haben” (Joh 10,10).

Ein wenig Geschichte

Seit seiner Gründung im Jahr 1936 arbeiten die Schönstätter Marienschwestern im Krankenhaus „Santa Casa“ in Londrina. Das kleine, ursprüngliche Holzkrankenhaus  wurde  zu einem großen Komplex von sechs Einheiten ausgebaut. Heute sind es drei Krankenhäuser mit sechs Abteilungen (Santa Casa de Londrina, Mater Dei Krankenhaus, Sagrada Família Kinderkrankenhaus, Ambulatory Center, Diagnostic Center und Mater Ter Admirabilis Professional Education Center).

In den vergangenen 50 Jahren arbeiteten die Marienschwestern in der Pastoral, der Verwaltung und  in der Krankenpflege der Institution mit. Neben den Dienstleistungen im Gesundheitswesen koordinieren und arbeiten sie in der Seelsorge. Sie üben eine Pastoral aus, die “auf den Richtlinien der katholischen Kirche und der Spiritualität von Pater Josef Kentenich basiert”, (siehe: http://www.iscal.com.br/)

Die Menschen, die in diese Einrichtungen kommen, beruflich oder als Patient, werden mit dem Heiligtum in Kontakt gebracht, das ganz in der Nähe liegt. So kommt die Mutter und Königin mit den Lebensgeschichten vieler Menschen in Berührung, die ihren liebevollen Blick in den Stunden der Trauer und des Schmerzes wie auch in Stunden der Freude und des Erfolgs brauchen.

Bei einem Besuch in den verschiedenen Bereichen finden wir überall ein Kruzifix und das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin von Schönstatt.