05.01.2018

Marienschwestern auf Mission im Advent

von Karen Bueno, Brasilien

 „Es ist ein Erlebnis, das einen tief berührt“, beginnt Schwester M. Paula Vicentina Quessada ihren Bericht über die zweite Mission „von Tür zu Tür”, die von den Schönstätter  Marienschwestern in Atibaia/Staat São Paulo, durchgeführt wurde. Um die Familien auf Weihnachten vorzubereiten und die Gegenwart Christi und seiner Mutter der Welt zu künden, besuchte eine Gruppe von 15 Schwestern circa 40 Familien im Armenviertel Caetetuba der Stadt Atibaia.

Die Mission fand vom 15. bis 18. Dezember 2017 statt und stand unter dem Leitwort „Kind, Deine Stunde ist gekommen, Ihr seid mein Brief!“ Dieses Leitwort inspirierte sich an der Predigt von Bischof Heinrich Tenhumberg beim Gottesdienst zur Beisetzung von Pater Josef Kentenich (20.09.1968), wo er sagte: „Das Leben unseres Vaters und Gründers ist der Brief Gottes an uns. Das Buch seines Lebens ist unser Buch Gottes“.

Schwester M. Shaiane Machado erklärt: „Dieses Leitwort sollte uns bewusst machen,dass wir lebendige Zeugen unseres Vaters und Gründers sein sollen, denn mit dieser Mission wollten wir den Familien Jesus, das Kind in der Krippe bringen, damit sie Weihnachten in diesem Geist leben können; auch wollten wir in diesem Kentenich-Jahr die Person Pater Kentenichs den Familien näher bringen.“

Es waren vier Tage des Apostolates, der Hausbesuche und Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Pfarrei Sankt Sebastian. Schwester Juliana Maria Nogueira berichtet: „In der Vorbereitung auf Weihnachten sind die Personen aufgeschlossener für christliche Erlebnisse und bereiter, sich zu unterhalten über das, was ihnen heilig ist. Es war eine sehr wichtige Erfahrung. Wir machten praktisch nicht viel, lediglich einen Besuch, aber selbst so konnten wir erleben: Gott teilt sich mit, wir sahen und erlebten Gott.“

Schwester M. Paula Vicentina Quessada erinnert sich: „Du kommst zu Menschen, die kaum je etwas von Gott gehört haben; die Schwestern möchten ihnen die Gegenwart Gottes nahebringen. Wir konnten Menschen in großem Elend erleben, die aber trotzdem glücklich sind, denn das Wenige, das sie besitzen, ist viel für sie.“ Schwester M. Shaiane erklärt, dass das Institut der Marienschwestern die Mission gerade in den ärmsten Stadtvierteln durchzuführen sucht. In den ersten beiden Jahren – 2016 und 2017- wurde das Stadtviertel gewählt, in dem die Kindertagesstätte „Raio de Sol“ (Sonnenstrahl) liegt, die vom Säkularintitut der Schönstätter Maienschwestern geleitet und unterhalten wird. Während der Durchführung der Mission konnten die Schwestern in dieser Kindertagesstätte wohnen.

Auch Schweser M. Dulce erzählt: „Die Mission war ein Moment besonderer Gnaden. Wir führten diese Mission in der Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest durch, in der die Leute aufgeschlossener sind für die übernatürliche Wirklichkeit. In diesem Jahr konnte ich feststellen, dass die Familien freier und aufgeschossener waren für ein Gespräch mit uns. Und nicht nur sie werden ‚missioniert‘, sondern auch wir.“

Die Marienschwestern brachen auf mit der Sendung, die Liebe Gottes zu künden und die Pilgermutter in die Familien zu bringen, aber sie kamen selbst auch mit kostbaren Erfahrungen zurück. „Die Mission ist ein starker Moment im Leben der Menschen, aber auch in unserem Leben, das können wir nicht leugnen und wo wir Möglichkeiten wahrnehmen, müssen wir auf die Menschen zugehen. Man kann viel von ihnen lernen. Wir bemühten uns, nicht sehr viel zu sprechen, sie sind es, die sprechen, denn wir sind zu ihnen gekommen, um sie zu hören. Wir konnten feststellen, dass die Leute in jeder Hinsicht arm sind, sowohl geistig, wie auch materiell. Ich kann sagen, es war ein einzigartiges Erlebnis und man kehrt sehr bereichert zurück“, sagt Schweser M. Dulce.

Quelle: www.schoenstatt.org.br

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