14.04.2018

Wenn die Schwester wieder kommt

von Sr. M. Faustina Niestroj

Als Chorleiterin unterwegs zu den Menschen

Seit einigen Jahren leite ich einen gemischten Chor in der Nachbargemeinde. Ich bin Kirchenmusikerin von Beruf und darf diese musikalisch-liturgische Aufgabe im Schönstatt-Zentrum auf der Liebfrauenhöhe erfüllen. Neben meiner Tätigkeit vor Ort bin ich immer wieder in den Gemeinden der Umgebung präsent – sei es zu einem Orgeldienst oder da, wo ich den Chor leiten darf. Jedes Mal gibt es eine freudige Begrüßung, „wenn die Schwester mal wieder kommt“. Man kennt sich. Für beide Seiten ist es ja eine Abwechslung in musikalischer Hinsicht und man freut sich auf die gegenseitigen Begegnungen.

Ohne dass es mir bewusst ist, wirkt dabei auch die Gottesmutter auf ihre Art und Weise. Einmal hat sie es als Pilgermutter wunderbar arrangiert, weitere Apostel für ihre Kampagne zu gewinnen.

Beim Gottesdienst für die Erstkommunionkinder war das Thema „Die Berufung der Apostel“. Die Gemeindereferentin wollte es so veranschaulichen, dass sie einige Personen interviewte, die auch eine Berufung in ihrem Leben erfahren haben. Natürlich fiel da die Wahl unter anderem auf die einzige Schwester in diesem Gottesdienst. So kam ich nach vorne und beantwortete ihre Fragen. Ich erzählte von meiner Herkunft aus Polen und wie ich zu Schönstatt gefunden habe.

Dieses Erzählen war der Anlass, dass eine Frau, die aus meiner Heimat Polen stammte, Kontakt mit mir knüpfte und sehr bald die Kontaktperson für den ersten Pilgerheiligtumskreis in diesem Ort wurde. Sie hat sich als ein echtes Werkzeug der MTA erwiesen. Bis heute – es sind schon etwa drei Jahre – ist dieser Kreis lebendig.