29.01.2018

Misiones „Gaudium Mariae” in Deán Funes, Argentinien

von Sr. María de los Angeles Aliatta und Sr. M. Constanza Mosqueda

„Entzündet für Maria, treu deiner Sendung!“ Unter diesem Thema nahmen vom 26. Dezember 2017 bis 3. Januar 2018 mehr als 200 Studenten und Studentinnen in Deán Funes, einer Stadt im Nordosten der argentinischen Provinz Córdoba, an Misiones teil. Viele der Jugendlichen gehören zur Schönstatt-Jugend, viele andere kommen aus Pfarreien oder Jugendbewegungen. Die Misiones wurden von zwei Marienschwestern begleitet, und wir möchten die Erfahrung der Gnade und Gegenwart Gottes und die tiefe Begegnung mit ihm seitens der teilnehmenden Jugendlichen und der Menschen in Deán Funes während dieser Tage weitergeben. Diese Misiones hatten eine besondere Prägung, da sie nach drei Jahren zum letzten Mal an diesem Ort stattfanden.

Eine Atmosphäre der Freude

Wir durften das Motto der Tage „Gaudium Mariae” (die Freude Mariens) erfahren. Die Atmosphäre war geprägt durch die Freude, Maria zu den Menschen zu tragen und auch in eine Einrichtung zur Wiedereingliederung Drogenabhängiger und in das Krankenhaus von Deán Funes. Wir beteten mit den Familien, die das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin mit viel Vorfreude erwarteten. Sie öffneten uns ihre Häuser und dadurch auch ihre Herzen für Jesus und Maria. Viele, darunter auch einige ältere Frauen, die ihre Häuser nicht mehr verlassen können, baten um den Empfang der Sakramente, die ihnen von den begleitenden Schönstatt-Patres gespendet werden konnten. Andere Familien waren daran interessiert, das Bild der Gottesmutter jeden Monat zu empfangen, und nahmen an Vorträgen der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter teil. Am Nachmittag gab es Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Feuer und die Begeisterung der Jugendlichen waren für die Menschen beeindruckend, und ihre Dankbarkeit darüber kam in den Wortgottesdiensten und heiligen Messen zum Ausdruck, die jeden Abend zum Abschluss der Angebote stattfanden. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wurden ein Marathon über vier Kilometer, eine Wallfahrt und eine Tanzveranstaltung, Shows und eine Preisverleihung organisiert. Danach wurde im Beisein des Bürgermeisters und anderer Vertreter des öffentlichen Lebens ein Platz der Begegnung und der Erholung für die Bewohner der Stadt eingeweiht.

Silvester vor dem Allerheiligsten

Die erlebbare Freude war auch Frucht des tiefen Gebetslebens, das im „Heiligtum“ jeder Gruppe gepflegt wurde, des Gemeinschaftsgeistes, der durch die notwendigen Hausarbeiten, zum  Beispiel in der Küche und beim Putzen, entstand, der üblichen Unbequemlichkeiten einer Mission und der Offenheit und Freundschaft der Jugendlichen untereinander. Es gab viele herausragende Momente, aber ein sehr bedeutsamer war die Eucharistische Prozession und Anbetung am Silvesterabend. Wir zogen mit mehr als 200 Jugendlichen entlang von circa sechs Häuserblöcken von der Schule bis zur Kathedrale hinter der Monstranz her. Vor dem Allerheiligsten herrschte eine dichte und tiefe Gebetsatmosphäre, wo wir das alte Jahr Jesus anvertrauen und das neue Jahr 2018 mit ihm beginnen konnten. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Jugendlichen in Sammlung und hörender Haltung vor Jesus verweilten. Während der Anbetung wurde auch gesungen und gebetet, aber um 0.00 Uhr herrschte eine gottangefüllte Stille – nur die Feuerwerkskörper kündigten uns an, dass das Jahr 2018 begonnen hatte.

Wie geht es weiter?

Wie geht das Leben nach den Misiones in der Stadt weiter? Eine Gruppe von Frauen des Ortes wurden Missionarinnen der Pilgernden Gottesmutter und halten sich dafür verantwortlich, dass das Bild der Gottesmutter weiter durch die Stadt wandert. Es war schön zu sehen, mit welcher Liebe und Begeisterung sie die Aufgabe übernahmen, die Gottesmutter zu den Häusern in Deán Funes zu tragen. Sie fühlten sich verantwortlich dafür, die Mission, die die Jugendlichen begonnen hatten, weiterzuführen. Sie waren „entzündet für Maria und treu ihrer Sendung“.