Das Liebesbündnis mit Maria

Unser Name Schönstätter Marienschwestern soll nicht, wie sonst üblich, ein Hinweis auf den Ort des Mutterhauses sein, sondern bezieht sich in erster Linie auf das Schönstattheiligtum. Es ist für uns das, „was für Moses der brennende Dornbusch war: Heiliges Land“ (J. Kentenich), der Ort unserer besonderen Gnadenerfahrung.

Hier hat Pater Kentenich 1914 das „Liebesbündnis“ mit Maria geschlossen, hier verbinden auch wir uns mit Maria zum Liebesbündnis. Maria „nähert sich mit ihrer Liebe der Welt“ (J. Kentenich), um die Menschen heute neu aufzuschließen für Gott.

Es sind drei spezifische Gnadengaben, durch die Maria im Schönstattheiligtum diese Wirksamkeit entfaltet:

Die Gnade der seelischen Beheimatung als wachsendes Zuhausesein in der Liebe Gottes. Natürlich-übernatürliche Heimaterlebnisse - in Menschen, an einem Ort, in einer Gemeinschaft mit ihren Zielen - machen die liebevolle Zuwendung Gottes intensiver erfahrbar.

Die Gnade der inneren Wandlung, die die Liebe immer mehr zur Grundkraft der Persönlichkeit weden lässt.

Die Gnade der apostolischen Fruchtbarkeit, die den missionarischen Eifer weckt, die Welt in der Liebe Christi umzugestalten.

Diese drei besonderen Gnadengaben Mariens klingen an in dem Titel, unter dem wir sie in Schönstatt verehren: Dreimal wunderbare Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt.

Wir möchten in unserer Persönlichkeit die Ausstrahlung und Wirksamkeit Marias erfahrbar machen, Maria sein „in unseren heutigen Verhältnissen, mit unseren Anlagen” (J. Ken­tenich).

Unsere Berufung finden wir in den beiden Worten wieder: Immer Maria.