Anbetungshaus

Pater Kentenich hatte wiederholt die Notwendigkeit einer Anbetungsgemeinschaft hervorgehoben und wies immer wieder auf die Bedeutung der Innerlichkeit für einen fruchtbaren Weltdienst hin:
"Wir mögen noch so apostolisch sein, wenn wir nicht den Geist der Anbetung pflegen, Anbetung des göttlichen Willens, Anbetung der göttlichen Persönlichkeit, dann ist all unsere Arbeit übermorgen äußeres Getue."

Am Epiphaniefest 1934 wurden sechs Schwestern für den Anbetungsdienst freigestellt. Hier wird das Besondere unserer Anbetungsgemeinschaft deutlich: Als Teilgemeinschaft eines Säkularinstitutes ist unsere Aufgabe das betende Verweilen vor Gott im Einsatz für die Menschen.

 

Wir über uns

Unser wichtigster Dienst am Menschen

Gebet und Opfer sind unser wichtigster Dienst an den Menschen. Täglich verbringen wir mindestens 5 1/2 Stunden in unmittelbarem Gebet, z.B. in der Feier der Heiligen Messe, in der eucharistischen Anbetung bei Tag und Nacht, im liturgischen Stundengebet und im betrachtenden Beten.

„Anbeten im weiteren Sinne heißt: den Willen Gottes erfüllen aus Liebe.“ Auch die Zeiten der Arbeit sollen zum Gebet werden, um die Bitte Jesu zu erfüllen: „Allezeit sollt ihr beten und niemals vom Beten ablassen!“ (Lk 18,1).

Hat dieser Lebensentwurf überhaupt Sinn?

Immer wieder werden wir gefragt: Ist ein solches Leben notwendig? Könnten Sie nicht mehr tun, wenn Sie mitten in der Welt leben würden?

Wir sind so notwendig wie jemand, der einem Menschen mit einem schweren seelischen Leiden einfach zuhört: Er kann ihm das Leiden nicht nehmen, und doch hilft er durch sein Mitleiden. Die Kraft unseres Lebensentwurfs zeigt sich am intensivsten da, wo menschliche Mittel an Grenzen geraten.

Täglich erreichen uns viele Anrufe und Briefe. Wir sind für die Menschen in ihren Sorgen da, hauptberuflich, ganz. Wir stehen in Korrespondenz mit ihnen. Wir tragen ihre Nöte und Ängste vor Gott, Tag und Nacht, ununterbrochen.

Ein "Kult des offenen Himmels"

Die christliche Liturgie ist ein ,Kult des offenen Himmels“ (Kardinal Ratzinger). In ihr leuchtet etwas von der Herrlichkeit des Himmels mitten in der Welt auf. Diesem Lobpreis der Herrlichkeit Gottes schon mitten in unserer Welt dient das kirchliche Stundengebet, das wir gemeinsam verrichten.

Wir Anbetungsschwestern wissen uns immer, wenn wir beten, als Glieder an dem einen Leib Christi. Weil die Gebete, die wir sprechen, überall in der Welt verrichtet werden, wird das Bewusstsein der Gemeinschaft vor Gott stärker. Es gibt ein Aroma der Weltkirche, der betenden Kirche, in die wir uns als Schönstätter Anbetungsschwestern einschalten. So versammeln wir uns fünfmal am Tag in unserer Hauskapelle und beten oder singen die einzelnen Tagzeiten.

Alles sei Maria

In Maria sehen wir die anbetende Grundhaltung des Menschen Gott gegenüber vollendet verwirklicht. Ihr Ja zum Willen Gottes in der Verkündigungsstunde „ist der Ausdruck der höchsten Liebe“ (J. Kentenich.). Wortlos dem Wort hingegeben, so kann sie das Entscheidende für die Menschheit vollbringen: der Welt den Erlöser, den Gottmenschen bringen.

Auch die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes (vgl. Röm 8,19).Wir Christen sind gerufen, die ganze Schöpfung in unsere liebende Hingabe an den Schöpfer hineinzunehmen und uns so einem neuen Himmel und einer neuen Erde zu öffnen.

In Maria geschieht diese Öffnung vollendet. So kann Pater Kentenich sagen: „Alles sei Maria“, der Mensch, die Schöpfung. In unserer Berufung möchten wir Maria sein, stellvertretend die ganze Menschheit, ja, die gesamte Schöpfung hineinnehmen in das Lob und die Verherrlichung Gottes.

Besondere Aufgabengebiete

Verwaltung der Anbetungskirche und Gründerkapelle

Uns Anbetungsschwestern wurde die Verwaltung der Anbetungskirche mit der Gründerkapelle anvertraut.

Durch unsere Arbeit in der Sakristei, durch festlichen Blumenschmuck und kirchenmusikalische Dienste an der Orgel mit Chor- und Scholagesang sorgen wir für eine würdige Gestaltung der Fest- und Sonntage in der Anbetungskirche.

Paramentik

Die Paramentenstickerei steht im unmittelbaren Dienst unserer Gebetsaufgabe. Hier werden vor allem Paramente (Gewänder, Stolen, Altartücher, etc.) für den liturgischen Gebrauch angefertigt.

Öffnungszeiten: Werktags außer Mittwoch 9.30 bis 11.30 Uhr 13.00 bis 15.00 Uhr Termine nach Vereinbarung möglich

Die Paramente sollen in ihrer schlichten Schönheit dazu beitragen, dass die innere Kostbarkeit und das Mysterium der Liturgiefeier zum Ausdruck kommen. Das ist auch die Aufgabe der ornamentalen und symbolischen Ausgestaltung von Messgewändern und Stolen. Sie treten hinter das eigentliche Geschehen der Liturgie zurück und lassen durch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten dennoch den Gott des Lebens in seiner Fülle erahnen. So wird auch die Sinnenhaftigkeit unserer menschlichen Natur berücksichtigt, die auf anschauliche Zeichen und Symbole angewiesen ist.

Gebetsgemeinschaft

Wir möchten möglichst vielen Christen helfen,
in der anbetenden Hingabe an Gott zur Fülle des Christseins zu finden.

Um unsere Anbetungsgemeinschaft gruppiert sich ein Kreis von Gläubigen, die "Schönstätter Gebetsgemeinschaft". Die Mitglieder werden durch Rundbriefe, Exerzitienangebote und durch ersönlichen   Kontakt inspiriert, ihr Leben aus der Kraft des Gebetes intensiver zu gestalten.

Weitere Informationen zur "Schönstätter Gebetsgemeinschaft" erhalten Sie unter:
http://www.schoenstatt.de/glieder/anbet_s/anbet000.htm

Haben Sie Fragen oder Gebetsanliegen?
Wir laden Sie ein, Sie uns mitzuteilen. Gern tragen wir Ihre Anliegen hin zu Gott.

Zum Gebetsanliegen

Kontakt

Berg Schönstatt 6
56179 Vallendar

Fon 0261 6404 331
Mail anbetungsschwestern@s-ms.org