15.12.2016

Kindertagesstätte „Marabá“, Londrina/São Paulo, Brasilien

Obwohl Brasilien nicht mehr zu den Entwicklungsländern, sondern zu den sogenannten "Schwellenländern" gehört, leiden ungezählte Menschen noch immer unter extremer Armut. Unzählige Kinder in den Armenvierteln Brasiliens bleiben sich selbst überlasssen und sind mancherlei Gefahren ausgesetzt. Durch die Aufnahme in unsere Kindertagesstätten möchten wir möglichst viele vor dem Schicksal der Straßenkinder bewahren und ihnen gute Grundlagen für eine künftige Schulausbildung vermitteln.

Eine dieser Einrichtungen ist die Creche "Marabá" in Londrina. Sie wurde vor einigen Jahren von unserer Gemeinschaft übernommen und wird derzeit von 132 vorschulpflichtigen Kindern besucht.

Ihre Mütter sind oft alleinerziehende Frauen, die kaum das Notwendigste zum Leben haben, oder beide Elternteile sind berufstätig und leben in einfachsten Verhältnissen. Sie müssen um den Lebensunterhalt ringen und haben nicht die nötige Zeit, sich um die Kinder zu kümmern. Dsa Geld reicht mitunter nicht einmal für eine richtige Mahlzeit am Tag. So ist die Creche für die Kinder ein Zuhause, wo sie geregelte Mahlzeiten erhalten, miteinander spielen, beten und GeEborgenheit erleben, wo sie aber auch auf einen künftigen Schulbesuch vorbereitet werden.

Die Stadtverwaltung gibt einen Zuschuss für die Ernährung der Kinder. Alles andere - Arbeitslohn für die Mitarbeiter, Geld für Lernmaterialien, Reparaturen usw. - muss die Tagesstäte selbst aufbringen. Da die Eltern der Kinder kaum etwas beitragen können, sind die Schwestern auf Spenden angewiesen, wenn etwas angeschafft oder erneuert werden muss.

Derzeit wären viele Reparaturen im und am Haus nötig:

  • Aufgrund der Regenzeit zu Beginn des Jahres litt die schon prekäre Struktur der Küche sehr, es gab viele Risse, die die Verschiebung von Türen und Fenstern verursachte, so dass sie nur unter Schwierigkeiten zu öffnen sind, was den Verlauf des Tages in allem sehr erschwert.
  • Die Decke der Kindertagesstätte ist am Einbrechen. Deshalb musste die Erneuerung des Daches und der Decke in Angriff genommen werden. Das Holz hat sich voll Wasser gesaugt und muss unbedingt erneuert werden. An Regentagen glichen die Räume mehr einer Tropfsteinhöhle als einem Schulsaal. Das Dach konnte inzwischen erneuert werden, aber trotzdem sind noch manche Reparaturen notwendig.
  • Hof und Spielplatz müssen einer Reform unterzogen werden, denn der Boden hat viele Löcher, wodurch die Aktivitäten mit den Kindern sehr erschwert werden bzw. sogar unmöglich sind.
  • Die Toiletten bedürfen einer gründlichen Erneuerung.
  • Zum Schluss fehlt dann noch der notwendige Anstrich.

Nach den Ferien kommen auch viele der Mütter und klagen ihre Not: Es fehlt nicht selten am Notwendigsten, vor allem an Milch für die Kinder, Medikamente, Schulmaterial und vieles mehr. Wie froh und dankbar sind die Schwestern, dass sie mit Ihrer Hilfe „barmherzig“ sein können.

 

 

 

Kennwort: Marabá, Londrina

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